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18. Juli 2013

Virtuelle Kraftwerke? Smart grids? Was bringt das?

Donnerstag, 18. Juli 2013,
um 19:00 Uhr,
Green City Energy AG, Zirkus-Krone-Str. 10 (Eingang Georg-Schätzel-Str.), 80335 München (ÖPNV „Hackerbrücke“)

Referenten:

  • Jan Aengenvoort,
    Business Development, Next Kraftwerke GmbH
    „Wozu sind virtuelle Kraftwerke gut?“
  • Andreas Kießling,
    MVV Energie AG, Projektleiter „Modellstadt Mannheim“ (MoMa),
    „Was sind Smart Grids? Was hat der Stromkunde davon?!

An diesem Vortragsabend ging es um Energiesparen in großem Maßstab, die Vermeidung von black-outs, um Intelligenz, die Stromversorgung in zehn Jahren, neue Ideen und praktischen Nutzen für die Stromkunden. Trotz Biergarten-Wetters waren 55 TeilnehmerInnen gekommen, auffallend viele Jüngere.

„Virtuelle Kraftwerke“ gibt es bereits, sind höchst real. Mit neuen Ideen soll ein zentrales Problem Erneuerbarer Energien gelöst werden: die unregelmäßige Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom. Für kurzzeitige Schwankungen von Angebot (Wind, Sonne) und Nachfrage (Fußballspiel im Fernsehen; denken Sie an Wembley, 21 Mio. Fernsehzuschauer!) müssen Netzbetreiber Reservekapazitäten, die sogenannte „Regelenergie“, bereithalten. Oft aus teuren Gaskraftwerken oder Pumpspeicherwerken; für private Kraftwerksbetreiber – z.B. einer kleinen Biomasseanlage – finanziell aber nicht darstellbar. Solche kleineren Anlagen können zu einem „virtuellen“ Kraftwerk zusammengeschaltet werden und so die geforderte Mindestmenge an Regelenergie erreichen. Diese „Direktvermarktung“ des Ökostroms wird gefördert, das nutzt dem Einzelnen finanziell. In Summe wird eine Reduzierung der Vorhaltung von Regelenergie, also Kraftwerkskapazität, erreicht.

Und jetzt kommen die einzelnen Stromkunden ins Spiel: In sechs Regionen Deutschlands wurde erprobt, wie das Energie-Verteilnetz der Zukunft aussehen könnte, u.a. in der „Modellstadt Mannheim“. Intelligente Netze, „Smart Grids“, dienen ebenfalls dem Austarieren von Angebot und Nachfrage, hier aber Richtung Stromkunde. In Mannheim bekamen 800 Haushalte einen „Energiebutler“, der den Stromkunden laufend über seinen Verbrauch informierte. Tiefkühltruhen oder Waschmaschinen entschieden selbst, wann sie sich einschalteten (z.B. bei billigem Strom aus „zu viel“ Sonne und Wind). Erforscht und getestet wurde ein zellulares Netz (jedes Haus eine Zelle als Erzeuger und Nachfrager von Energie) statt des bisherig zentralen (von AKW zu AKW).

Die Referenten hatten ihre Themen ausgezeichnet dargestellt, die Präsentationsfolien sind lesenswert, die Diskussion in Fragen und Antworten war fundiert:
    
Klicken Sie hier:
Präsentation Aengenvoort
Präsentation Kiessling

 

 

 



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