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24. September 2016

Reif für die Insel - Spätsommerliche Bootstour zur Insel Wörth auf dem Staffelsee mit ihren alten solitären Eichen und den Murnau Werdenfelser Rindern

Tagesexkursion am 24. September 2016

Exkursionsleitung: Dr. Nico Döring, Vorstand Die Umwelt-Akademie e.V.

Nach gemeinsamer Zugfahrt von München Hbf nach Murnau wanderten wir durch einen kleinen Schluchtwald nach Seehausen. Auf dem Weg zum Bootsverleih gab Nico Döring einen kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Voralpen-Landschaft und über geschichtliche Ereignisse, wie z.B. den Bau der Eisenbahn 1885. Dank der Eisenbahn entdeckten Münchner Herrschaften, wie etwa Max Ainmiller, Emanuel von Seidl oder die Familie Horvath das Blaue Land. Auch viele namhafte Künstler, wie z.B. Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, die von 1909 bis 1914 in Murnau lebten, wurden hier ansässig. Der amerikanische Bankierssohn James Loeb stiftete 1931 das Murnauer Krankenhaus.

In Seehausen wurde eine kurze Rast eingelegt. Wer wollte, konnte sich in der Seehauser Dorfbäckerei mit den „besten Florentinern“ und anderem Proviant für die Insel eindecken.

Am See angekommen liehen wir fünf Boote und ruderten zur einzigen dauerhaft bewohnten und größten der sieben Staffelseeinseln, der Wörth.

Die Wörth ist ein Naturjuwel mit uralten solitären Eichen, die das Ufer säumen, einem Wäldchen und ausgedehnten Weiden dazwischen. Dort erkundeten wir alles, was uns „über den Weg lief“ und unsere Aufmerksamkeit band. Dabei begegneten wir frei laufenden Murnau Werdenfelser Rindern, von denen es nur noch einen kleinen Bestand gibt. Dabei waren die Natur und ihre vielschichtigen Synergien sowie das Zusammenspiel von Naturnutzung und Naturschutz unser Hauptthema. Auf einer sonnigen Wiese mit wunderbarem Bergblick und Kuhglocken im Hintergrund legten wir eine Pause ein. Die einen ließen sich dort ihre Brotzeit schmecken, während die anderen ein Bad im See bevorzugten.

Früher stand auf der Insel ein Kloster, vielleicht sogar ein Bistumssitz, und bis 1773 die Seehausener Dorfkirche St. Simpert. Heute befinden sich an dieser  Stelle des Klosters eine kleine Kapelle und Info-Tafeln, auf denen die Geschichte der Insel nachzulesen ist.

Nachdem wir alle wohlbehalten wieder Seehausen erreichten, kehrten wir in den Dorfgasthof zum Stern ein, um den Exkursionstag gemeinsam ausklingen zu lassen. Gut gestärkt ging es zu Fuß zum Bahnhof (1,3 km) und mit dem Zug wieder zurück nach München.

 



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