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09. April 2019

"Mythen der Landwirtschaft, oder warum Kühe besser sind als ihr Ruf"

Eine Veranstaltung des Münchner Forum Nachhaltigkeit

Dienstag, den 09. April 2019


Referentin: Dr. Anita Idel

Moderation: Georg Schweisfurth (Die Umwelt-Akademie e.V.), Dr. Manuel Schneider (oekom e.V.)

 

Kühe sind zwar Sympathieträger, haben aber in Sachen Klimaschutz ein schlechtes Image: Sie gelten als „Klima-Killer“. Denn beim Verdauen rülpst jede Kuh das Gas Methan aus, das dem Treibhaus Erde 25-mal stärker einheizt als Kohlendioxid. Rinderhaltung gilt daher gemeinhin als „schlecht fürs Klima“.

 

Mit den Kühen und anderen Wiederkäuern steht auch die Beweidung zur Disposition. Doch die heutigen „Kornkammern“ waren Grünland, das in Jahrtausende langer Ko-Evolution mit Weidetieren entstanden ist. Grünland ist weiterhin das größte Ökosystem weltweit. Nachhaltige Beweidung mit Kuh & Co fördert das Wurzelwachstum und dadurch die Humusbildung. Das weltweite Grünland speichert auf diese Weise im Boden rund 50 Prozent mehr Kohlenstoff als Wald.

 

So können Rinder und ihre wiederkäuenden Verwandten – entgegen der gängigen Annahme – sogar zur Begrenzung des Klimawandels beitragen. Die Kuh: ein geborener Klimaschützer! Wenn man sie nur ließe ...

 

  • Warum hält sich der Mythos vom „Klimakiller Kuh“ so hartnäckig in der (Fach-)
    Öffentlichkeit?
  • Warum werden stattdessen die Potenziale nachhaltiger Beweidung und Grünlandnutzung nicht erkannt – und in der Folge auch kaum genutzt?
  • Ist die „Produktivität“ der heutigen Landwirtschaft ihrerseits ein Mythos? Woran bemisst sie sich?
  • Und welchen Unterschied macht die Form der Tierhaltung für unser Klima?

 

Auf diese und weitere Fragen ging Dr. Anita Idel in Ihrem Vortrag ein. Sie ist Tierärztin, freie Wissenschaftlerin und Wirtschaftsmediatorin, war von 2005 bis 2008 Lead-Autorin des Weltagrarberichts (IAASTD) und ist Lehrbeauftragte an der FH Münster und der Leuphana in Lüneburg. Als Mediatorin und Autorin ist sie in den Spannungsfeldern Landwirtschaft und Naturschutz sowie Ökonomie und Tierschutz tätig.

 



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