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05. Oktober 2009

Mikrokredite - Kleine Unterstützung mit großer Wirkung

Kamingespräch am 27. Oktober 2009
im Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ),

 

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Referenten:

Prof. Dr. Henry Schäfer ist Inhaber des Lehrstuhls „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzwirtschaft“ des Betriebswirtschaftlichen Instituts der Universität Stuttgart. Vor seiner Hochschultätigkeit war er in leitenden Funktionen als Senior Financial Consultant in einer internationalen Beratungsgesellschaft für Unternehmensfusionen und in deutschen Großbanken tätig. Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Schäfer liegen im Bereich der Bewertung von Investitionsobjekten und -programmen vor allem unter Berücksichtigung von Unsicherheit, Risiko und nicht-finanziellen Parametern, der ökonomischen Analyse von Netzwerken, der Finanzierung von Start Up- und mittelständischen Unternehmen und der Analyse sowie dem Management von Commodities.  Eine besondere Bedeutung hat der Forschungsbereich „Sustainability & Finance“. 

Stefan Knüppel
arbeitete nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal zunächst im mittelständischen Betrieb seiner Familie. Ab 1995 war er für die EK Service Group in Bielefeld tätig und machte dort eine Karriere als
Topmanager - zuletzt war er Vorstandsmitglied. Diese Stellung gab er im Juni 2004 auf und bereiste mit seiner Familie für ein halbes Jahr Südostasien. Nach seiner Rückkehr übernahm er im Mai 2005 die Leitung bei Opportunity International Deutschland


Prof. Dr. Henry Schäfer
legte seinen Schwerpunkt auf das Verständnis von Mikrofinanz, insbesondere Mikrokredit als Anlageklasse. Aus dem großen Spektrum der nachhaltigen Geldanlagen gewinnen in jüngster Zeit insbesondere Mikrofinanz-Anlageprodukte die Aufmerksamkeit von privaten und institutionellen Anlegern. Mikrofinanz ermöglicht diesen vorwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern anzutreffenden Bevölkerungsschichten den Zugang zum offiziellen Finanzsektor und versetzt sie in die Lage, sich wirtschaftlich und sozial besser zu stellen. Auf Grund der stark steigenden Nachfrage erfolgt die Kapitalbeschaffung für die Mikrofinanz-Institute (MFI) vermehrt durch Refinanzierungsquellen aus den Finanzmärkten, beispielsweise durch sogenannte Mikrofinanz Investment Vehikel (MIV). Anlagen in Form von Mikrofinanz Investmentfonds stehen hierzu im Vordergrund. Prof. Schäfer legte dar, inwiefern das duale Renditeprofil von Mikrofinanz-Anlageprodukten für viele Investoren zunehmend von Interesse ist.
 
Stefan Knüppel
stellte die Zielgruppen dar, die durch Mikrofinanzarbeit im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit erreicht werden können und sollten. Im Vordergrund standen folgende Fragen: Wo sind die Grenzen kommerzieller Mikrofinanzierung? Was leistet gemeinnützige Mikrofinanzierung? Dabei beleuchtet er die Wirkungsweisen der Mikrofinanzarbeit und verdeutlicht den transformatorischen Ansatz von Opportunity International, der besonders auf Nachhaltigkeit abgestellt ist. Davon ausgehend diskutierte Herr Knüppel die Frage, wie groß die globalen Potentiale für Mikrokredite, Mikroversicherungen und das Mikrosparen für die Überwindung von Armut sind.



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