Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

Donnerstag, 19.10.2017
19:00 Uhr
Bankhaus Donner & Reuschel, Friedrichstr. 18, 80801 München (U-Bahn 3/6 Giselastr.)

Referent: Peter Driessen, Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern (IHK), Hauptgeschäftsführer

Grußwort: Stephanie Jacobs, Berufsmäßige Stadträtin, Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU), Landeshauptstadt München  

In Zeiten globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Ressourcenknappheit gewinnt die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen weiter an Bedeutung. Nicht nur Investoren, Geschäftspartner und Kunden interessieren verstärkt, unter welchen Bedingungen produziert und gehandelt wird. Zunehmend fordern auch politische Regulierungsinitiativen, wie z.B. die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeits-zielen, der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte oder das Gesetz zur CSR-Berichtspflicht, mehr nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Wirtschaften von Unternehmen ein.

Dieser Paradigmenwechsel stellt viele – insbesondere global agierende – Unternehmen vor große Herausforderungen. Mit ihrem Engagement reagiert die bayerische Wirtschaft auf diese Entwicklungen und knüpft damit an eine lange Tradition an. Denn schon 1956 beauftragte der Gesetzgeber die IHKs, für „die Wahrung von Anstand und Sitte des Ehrbaren Kaufmanns“ zu wirken, dessen Werte für viele Unternehmen handlungsleitend sind.

Vor diesem Hintergrund setzt die bayerische Wirtschaft auf Freiwilligkeit. Verpflichtende Standards dürfen die Unternehmen nicht überfordern und nicht zu noch mehr Bürokratie führen. Zugleich bestärkt die IHK ihre Mitgliedsunternehmen fortwährend in einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und unterstützt sie dabei, ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung ganz bewusst als Erfolgsfaktor in die Unternehmensstrategie, Produkte und Betriebsabläufe zu integrieren.

Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen des Münchner Klimaherbstes

 

 

Politische Podiumsdiskussion von Die Umwelt-Akademie e.V. und Netzwerk Klimaherbst e.V. mit Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek

Mittwoch, 27. September 2017
18:00 bis 20:00 Uhr
Carl-Amery-Saal der Münchner Stadtbibliothek, Gasteig, Rosenheimer Str. 5

Podium: Die umweltpolitischen Sprecher der Parteien im Münchner Stadtrat: Sebastian Schall, CSU Jens Röver, SPD Sabine Krieger, GRÜNE

Mit dem bei der Klimaschutzkonferenz Ende 2015 in Paris beschlossenen Klima-Abkommen bekennt sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich zum Ziel, die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu reduzieren; sie will gar die Anstrengungen unternehmen, die globale Erwärmung auf <1,5 Grad zu begrenzen.

Mit dem Arbeitstitel „Klimaschutzziele und -strategie München 2050“ hat der Umweltausschuss der Landeshauptstadt München im Mai 2015 beim Öko-Institut (Freiburg) ein Fachgutachten beauftragt, mit dem der IST-Zustand des Klimaschutzes in München im Verhältnis zu den bislang gesetzten Klimazielen 2030 ermittelt und darauf aufbauend konkrete Vorschläge für neue Klimaziele und Klimaschutzmaßnahmen bis 2050 erarbeitet werden sollen.

Klimaneutrales München? Dieses Gutachten liegt nun vor; die Gremien des Stadtrates der LH München haben es im Juli 2017 zur Kenntnis genommen: Von heute etwa 6-7 Tonnen CO2 pro Person und Jahr (t CO2/P*a (energetisch)) sollen die CO2-Emission pro Kopf und Jahr bis 2050 auf rd. 0,3 t CO2/P*a abgesenkt werden: Das ist eine – in Anlehnung an die Klimaziele der Bundesregierung für Deutschland – angestrebte Reduzierung um 95%. Die umweltpolitischen Sprecher/innen von CSU, SPD und GRÜNEN im Münchner Rathaus werden uns erläutern, wie und mit welchen Maßnahmenpaketen diese – mehr als ehrgeizigen – Ziele konkret umgesetzt werden sollen. Dabei startet die Podiumsdiskussion mit Fragen von vier fachkundigen „Mentoren“ aus der Zivilgesellschaft zu folgenden Schwerpunkten:
o Stadtentwicklung
o Energie und Divestment
o Mobilität
o Ernährung und Konsum

Anschließend folgen Fragen aus Publikum und Mentorenrunde sowie Diskussion mit dem Publikum.

Diese Podiumsdiskussion steht im engen Zusammenhang mit der Vortragsveranstaltung am 14.09.2017, 19:00h, orange bar, Zirkus-Krone-Str. 10, V. Stock, in der vom Öko-Institut Freiburg, die Inhalte des Gutachtens zu den „Klimazielen München 2050“ vorgestellt werden.

Eine Veranstaltung von BürgerStiftung München und Die-Umwelt-Akademie e.V.
mit anschließender Diskussion mit Regisseur Bertram Verhaag

22. Oktober 2017
11:00 Uhr
City-Kinos München, Sonnenstraße 12, 80331 München

Millionen Tonnen von Monsantos „Roundup“ mit seinem Hauptwirkstoff Glyphosat werden Jahr für Jahr weltweit auf Felder ausgebracht. Diese Giftwaffe wird jedoch stumpf, denn die Natur bildet resistente Unkräuter, die sich in biblischen Ausmaßen vermehren und nun ein Superwachstum an den Tag legen, das Nutzpflanzen überwuchert und abtötet. Dieser Form der zerstörerischen Landwirtschaft setzt der Film drei nachhaltige Projekte entgegen:

Die Teeplantage AMBOOTIA in Indien in der überwältigenden Landschaft von Darjeeling/Himalaya. In 2000m Höhe erleben wir, wie nachhaltige ökologische Landwirtschaft eine ganze Region rettet. Die ökologische Anbauweise verhindert das Abrutschen der durch den Kunstdüngereinsatz erkrankten Teegärten.

Das Projekt SEKEM des alternativen Nobelpreisträgers Ibrahim Abouleish, der vor 40 Jahren inmitten der Wüste seine biologische Farm gründete. SEKEM beweist eindrücklich, wie man Wüste in fruchtbaren Boden verwandeln kann und wir zeigen, wie es funktioniert.

Der unbeugsame Bayer FRANZ AUNKOFER war einer der ersten Biobauern Deutschlands – auf alle Fälle aber der erste biologische Schweinemäster. Durch seine Pionierarbeit erwirtschaftet er inzwischen denselben Ertrag, wie im konventionellen Anbau – ohne einen Tropfen Gift. Nur der Bauer sollte an der Landwirtschaft verdienen und nicht die Chemiegiganten.

Der eindrückliche Film konfrontiert die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft mit den Auswirkungen des giftgestützten Anbaus. Er wirft die Frage auf: In welcher Art von Landwirtschaft liegt der CODE OF SURVIVAL auf unserem Planeten?

Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Eintritt: 5 Euro

Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen des Münchner Klimaherbstes

30.11.2017
19:00 Uhr
Referat für Gesundheit und Umwelt, Bayerstr. 28, 1. Stock, Raum 1009, 80335 München (MVV Haltestelle Hauptbahnhof),


Referentin: Prof. Dr. Karen Pittel, Leiterin ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.

Grußwort: Stephanie Jacobs, Berufsmäßige Stadträtin, Referentin für Gesundheit und Umwelt (RGU) der Landeshauptstadt München

Wann immer es um Entscheidungen geht, die unter Knappheit zu treffen sind, versuchen Ökonomen die Kosten und Nutzen zu ermitteln, die mit diesen Entscheidungen einhergehen. Für einzelne Investitionsentscheidungen mag dies noch relativ unkompliziert sein; wenn es aber um Kosten und Nutzen des Klimaschutzes geht, wird diese Aufgabe um ein Vielfaches komplizierter.
 
Dieser Vortrag wird, nach einer kurzen Einführung zum aktuellen Stand globaler Klimapolitik und zu den Herausforderungen, die mit der Erreichung der 1.5°C-Grenze Erwärmung der Atmosphäre verbunden sind, einige der Schwierigkeiten vorstellen, die mit einer (globalen) monetären Bewertung von Klimaschutzanstrengungen verbunden sind. Diese Schwierigkeiten manifestieren sich nicht zuletzt in extrem unterschiedlichen Kosten- und Nutzenschätzungen, zu denen diese Bewertungsversuche führen. So geben Studien die Kosten, die mit der Emission einer Tonne CO2 verbunden sind, zwischen erstaunlichen 7 US$ und 2400 US$ an. Obwohl beide Werte Extremfälle darstellen, verdeutlichen sie doch sehr eindrucksvoll, in welchem Ausmaß volkswirtschaftliche Kostenschätzungen von unterschiedlichen Methoden und Annahmen abhängig sind.

Genug Stoff für internationale Klimaverhandlungen und ungezählte Forschungsprojekte weltweit. Zu fragen ist aber grundsätzlich auch, ob sich Klimaschutz – in ökonomischen Kategorien – „lohnen“ muss.

Ein anspruchsvoller Abend.
 





in Kooperation mit „Geld mit Sinn e.V.“

Dienstag, 05.12.2017
19:00 Uhr
Münchner Zukunftssalon, Waltherstr. 29, Rückgebäude, 2. Stock (U Goethe-Platz)

Referentin: Sabine Pex, Vorstandsmitglied Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), Berlin,   oekom research AG, München

Als wir, die Umwelt-Akademie e.V., vor über 20 Jahren begannen mit dem Schwerpunkt „Ethisch-ökologischer Umgang mit Geld“, gab es das noch nicht, nicht mal den Begriff „Nachhaltigkeit“. Heute bietet jede „normale“ Bank „nachhaltiges Geldanlegen“ an, in Form entsprechender Aktien, in Form von Renten-Fonds, in Form von ETF-Sparplänen… Das Versprechen „Nachhaltigkeit“ ist aber leider im normalen Sprachgebrauch immer noch vielfach gemeint als: Höhere Renditen trotz niedrigen Zinsen.  

Wie soll man sich da auskennen, was wirklich ökologisch_sozial_ökonomisch nachhaltig ist?
Die Referentin klärt uns auf über die wichtigsten Fragen, wenn man Geld wirklich nachhaltig investieren und anlegen will.

In Stichworten:

ESG, SRI, ETF, SPO...: Was bedeutet das eigentlich, "Nachhaltige Geldanlage"?
                    Definition, Abgrenzung der verschiedenen kursierenden Begriffe
                    Marktüberblick
                    Erläuterung der unterschiedlichen nachhaltigen Investmentstile
                    Research & Rating als „conditio sine qua non“, also unverzichtbar

Labels, Logos & Co.: Ist Nachhaltigkeit in der Geldanlage ein geschützter Begriff? Und ist Nachhaltigkeit drin, wenn Nachhaltigkeit draufsteht?
                    Prinzip Nachhaltigkeitssiegel in der Geldanlage
                    Abgrenzung der verschiedenen Ansätze
                    Wer reguliert (und kontrolliert) eigentlich "Qualitätssiegel nachhaltige Geldanlagen"?
                    Überblick über die wichtigsten Qualitätssiegel

Nische oder Normalität? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit als Faktor beim Geldanlegen in der Beratung von Kunden?
                    Hol- oder Bringschuld: Wer muss die Frage nach der Nachhaltigkeit stellen, Kunde oder Bank?
                    der kontraproduktive Effekt der Finanzkrise: Nachhaltigkeit als bürokratischer Faktor: Kundengespräch, Verkaufsprospekt,
                    Beratungsprotokoll

Die Frage der Regulierung: Was kann die öffentliche Hand tun, damit Nachhaltigkeit bei ihren eigenen Geldanlagen zur Normalität wird?
                    Regulierungsaufgabe versus Vorbildfunktion: Eigenanlagen der öffentlichen Hände
                    Beispiele: "Berlin-Index", "Green Bonds NRW", "Nachhaltigkeitsanleihe München"
                    bestehende und künftige Regulierung (EU-Ebene!)

Keine Kohle für die Kohle: Wieviel CO2-Emissionen aus Kohle, Öl und Gas "produziert" mein angelegtes Geld? Welche Möglichkeiten habe ich als Anleger, dies in Erfahrung zu bringen und "emissionsfrei" zu investieren?
                    die grundsätzliche Berechnungslogik zu CO2-Emissionen von Anlageprodukten
                    Portale & Fragen an den Kundenberater

Gibt’s was Neues - etwas, was noch nicht jeder Kundenberater weiß?

Nach dem Vortrag bleibt genügend Zeit für Fragen, Fragen und Fragen. Nutzen Sie die Gelegenheit!

in Kooperation mit  

Donnerstag, 25. Januar 2018
19:00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm- Str. 24, 80331 München (Nähe Sendlinger Tor, U-Bahn) Klicken Sie hier

Referent: Prof. Dr. Harald Lesch, Ludwigs-Maximilian-Universität (Astrophysik), Hochschule für Philosophie (Naturphilosophie) 

„Klimaschutz ist ja schön und gut, aber wo bleibt mein Vorteil?“, „Alles halb so wild: Das werden künftige Techniken lösen“, „Du willst doch auf unser Wirtschaftswachstum nicht verzichten – das ist doch gut für mich“

Wo liegt die Kluft zwischen Sollen und Sein?

Bis 2050 muss die Erderwärmung auf +2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzt sein; gleichzeitig wollen dann ca. 9 Milliarden Menschen (unseren?) Wohlstand und Entwicklung haben. Das wird mit „Weiter-so“ nicht gehen, die Natur lässt nicht mit sich verhandeln. Die Antwort auf den Klimawandel kann nur eine nachhaltige Industrie-, Energie- und Klimapolitik (um nur einige Politikfelder anzusprechen) sein, die das Klima tatsächlich schützt, industrielle Innovationen fördert, eine langfristige, Umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung sichert und sozialen Fortschritt voranbringt.

Bruttoinlandsprodukt und dessen Wachstum machen nicht glücklich, zeigt die Glücksforschung; soziale Beziehungen sind im Leben von Menschen zentrale Elemente. Das grandiose Scheitern der Entkopplungsstrategie (Ressourcenverbrauch zu BIP) zeigt, dass es Anreize zur Milderung des Wachstumsimperativ geben muss, Stichwort: Postwachstumsökonomie. Denn Wachstum und Nachhaltigkeit – beides ist gleichzeitig nicht zu haben.

Brauchen wir, gibt es einen großen Zukunftsentwurf? Ist try-and-error, also ein step-by-step-Weg  erfolgsversprechender? Also Problemanalyse, Visions-Entwicklung, Experimente, Lernen & Ausweiten; Problemanalyse, Visions-Entwicklung, Experimente… Für den Prozess einer „großen Transformation“ bedarf es Bewußtseinsänderung in Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft. Change-Prozesse erzeugen Unsicherheiten und Ängste; es bedarf gezielter Strategien im Umgang mit unterschiedlichen Akteuren in der Ambivalenz zwischen Akzeptanz und Opposition: „Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt“ (Lao Tse). 

 

Auszeichnungen

Bayerische Klima-Allianz PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014 BNE-Auszeichnung www.landesstiftung.bayern.de

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