Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

in Kooperation mit Slow Food Deutschland, Convivium  München

17. Januar 2017
19:00h
Münchner Zukunftssalon, oekom e.V., München, Waltherstr. 29 , Rückgebäude, 2. OG
(U-Bahn Goetheplatz)

Diskussion:
Emanuel Pallua (Gründer Foodora)
Andreas Ströhle (Brucker Netz – online regional einkaufen)
Gerhard Biber (Weinhandel & weinfurore)
Susanne Hofmann/N.N. (Tölzer Kasladen, Viktualienmarkt München)

Moderation:
Markus Hahnel (Leiter Slow Food München), Dr. Helmut Paschlau (Vorstand Die-Umwelt-Akademie e.V.)

Der Online-Handel boomt, 20 Jahre nach Gründung von Amazon als Online-Buchhandel gibt es mittlerweile fast alles online zu kaufen: vom Burger bis zum Sarg. Kurz das Smartphone streicheln, eine Stunde später ist die Bestellung da. In Großstädten fährt alle gefühlte hundert Meter ein Lieferwagen, die Innenstädte in der Provinz veröden, Einzelhandelsläden sterben. In den USA schließen heruntergekommene Shopping Malls auf der „grünen Wiese“ im Tsunami-Tempo. Um neben Discountern und den üblichen uniformen Ladenketten überhaupt noch attraktive Konzepte anbieten zu können, erhalten spezialisierte Fachhändler dort mittlerweile Läden mietfrei. Übliche Sozialstandards und gesicherte Anstellungsverträge sind meist unbekannt.

Nach einem kurzen Impulsvortrag diskutiert eine bunte Mischung von Fachleuten, nicht nur aus der Food-Branche, über Zukunft, Chancen und Auswirkungen des Online-Handels: Wie wollen wir künftig einkaufen?

Eine Veranstaltung des Münchner Forum Nachhaltigkeit

Dienstag, 24. Januar 2017
18.30 Uhr
im HVB-Tower, Arabellastr.12, 81925 München
(U 4, Haltestelle Richard-Strauß-Straße)

Referent: Prof. Dr. Reinhard Loske

Moderation: Dr. Manuel Schneider (oekom e.V.)

Teilen ist das neue Besitzen – unter diesem Motto verändert die Sharing Economy momentan unseren Alltag. Ob Car- oder Bikesharing, Couchsurfing oder Kleidertauschbörse, Urban Gardening oder Foodsharing, Crowdfunding oder freie Software – in all diesen Segmenten der Sharing Economy erleben wir momentan weltweit ein enormes Wachstum.

Hinter dieser Entwicklung liegen verschiedenste Motive: gestiegenes Umwelt- und Kostenbewusstsein, Freude am gemeinsamen Wirken, aber auch der kapitalistische Versuch, den neuen „Kommunismus“ in Konsumismus zu verwandeln. Die Ökonomie des Tauschens & Teilens kann ebenso die nachhaltige Entwicklung und soziale Kohäsion in unserer Gesellschaft befördern, wie sie zum permanenten Wettbewerb aller gegen alle und zur vollständigen Ökonomisierung unseres Lebens führen kann – bei gleichzeitigem Entstehen von global agierenden Digitalmonopolen mit Hang zum Totalitären.

Zwingend ist aber keine dieser Entwicklungen. Es kommt darauf an, so die Überzeugung von Reinhard Loske, welchen politischen und rechtlichen Rahmen wir der Ökonomie des Teilens geben: regional, national, in der EU und weltweit.

Prof. Dr. Reinhard Loske war lange Zeit Mitarbeiter am Wuppertal Institut und dort Projektleiter für die 1996 erschienene, wegweisende Studie Zukunftsfähiges Deutschland. Von 1998 bis 2007 war Loske Mitglied des Deutschen Bundestags, danach bis 2011 Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien Hansestadt Bremen. Seit 2013 hat er die Professur für Politik, Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik an der Universität Witten/Herdecke inne.

Für weitere detaillierte Informationen: Klicken Sie hier

in Kooperation mit Slow Food Deutschland (SFD), Convivium München

Donnerstag, 26.01.2017
19:00 Uhr
Zukunftssalon, Waltherstraße 29, Rückgebäude, 2. Stock, München
(U-Bahn Haltestelle Goetheplatz)

Referent: Dr. oec. troph. Karl von Koerber, Ernährungswissenschaftler, Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung, Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie, München
Grußwort: Markus Hahnel, Slow Food Deutschland (SFD), Vorsitzender Convivium München
Moderation: Dr. Helmut Paschlau, Vorstand Die Umwelt-Akademie e.V.

Keine Energiewende ohne Landwirtschafts- und Ernährungswende! Das hat jetzt auch die Bundesregierung – und mit ihr das Landwirtschaftsministerium – in ihrer heftig umstrittenen Klimaschutz-Strategie erkannt. Sie wurde im November 2016, noch knapp vor „COP22“, der internationalen Klimakonferenz in Marrakesch, beschlossen. Gemäß nationalem „Klimaschutzplan“ muss der deutsche Landwirtschaftssektor bis 2030 eine Treibhausgas-Reduktion um ein Drittel realisieren, also (umgerechnet) von 88 Mio. Tonnen CO2 im Jahr 1990 auf 58-61 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr.

Doch wie sieht die Klima- und Energiesituation, bezogen auf die Ergebnisse unserer Kochkünste, auf unserem Speiseteller eigentlich aus? Wie viel Energie ist drin in Schweinsbraten, Soß und Knödl zum Mittagessen? Stimmt die Aussage: Bei der Produktion von Fisch werden je Kilo Körpermasse „nur“ 1,1 kg Futtermenge benötigt, bei Rindfleisch aber 6,8 kg – und was bedeutet das in Energieeinheiten oder in CO2aeq-Emissionen? Wie viele Treibhausgase entstehen bei der Produktion von Treibhaus-Gemüse im Winter, ist das Verhältnis Energieoutput zu Energieinput tatsächlich 1:560?

„Vegan und vegetarisch ist besser als viel Fleisch!“ So einfach wollen wir es uns nicht machen, die Ernährungswende dagegen etwas genauer beleuchten:
Wieviel Energie steckt in welcher Art von Ernährung, wieviel klimaschädliche Gase werden jeweils emittiert? Beispielsweise bei einem deutschen-Bio-Rind auf der Weide bzw. einem Rind aus Intensivtierhaltung mit aus Südamerika importiertem Soja-Kraftfutter? Ist die Energie- und CO2aeq-Bilanz von Weizen oder Reis günstiger als bei rotem oder weißem Fleisch? Welche Rolle spielen die Treibhausgas-Emissionen im Ernährungsbereich im Vergleich zu Mobilität, Wärme und Strom in Haushalten, der Energiewirtschaft?
Welche Beiträge könnte die Landwirtschafts- und Ernährungswende im Zuge der (internationalen und nationalen) Energiewende bringen? Sind die „Minus ein Drittel“ aus dem Klimaschutzplan der Bundesregierung bis 2030 zu schaffen? Und wie? Wie sähe die neue deutsche Landwirtschaft und die neue klimafreundliche Ernährung in 15 Jahren dann aus? Welchen Beitrag brächte die Umstellung des Speiseplans einer durchschnittlichen deutschen Familie von „üblicher“ auf „nachhaltige“ Ernährung bezüglich Energie und CO2aeq?

Raus aus dem „gesunden Halb-Wissen“, rein in die Fakten: Es gibt viel zu lernen und zu diskutieren.   

7. Februar 2017
19:00 Uhr
Café Sparda, Sparda-Bank München eG, Arnulfstraße 15, 80335 München 
(direkt gegenüber Bayerischer Rundfunk), U-Bahnen zur Haltstelle „Hauptbahnhof“, Nordausgang; von dort fußläufig 10 Minuten (links die Arnulfstr. entlang der Bahngleise Richtung Osten, linker Hand), S-Bahnen zur Haltestelle „Hackerbrücke“, Ausgang Richtung ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof); von dort fußläufig 5 Minuten (Hackerbrücke rechts, rechts Arnulfstr.)

Referenten:

  • Dr Karlheinz Geißler, ehem. Universitätsprofessor für Wirtschaftspädagogik an der Universität der Bundeswehr in München, ehem. verschiedene Gastprofessuren im Inn- und Ausland, Mitinitiator und Leiter des Projektes „Ökologie der Zeit“ der Evangelischen Akademie Tutzing, Mitgründer der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik
  • Jonas Geißler, Zeitberater, Coach, Lehrbeauftragter an der LMU München und der Hochschule München, Gründer von „timesandmore“ – Institut für Zeitberatung

Nach der Devise „time is money“ beschleunigen wir nahezu alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Die erwarteten Effekte bleiben aber immer öfter aus. Menschen und Unternehmen werden durch die Verdichtung belastet – gesundheitlich wie ökonomisch. Vielerorts scheint der „rasende Stillstand“ (Virilio) eingetreten zu sein.

Der in zwei Teilen konzipierte Vortrag zum Thema Zeit beschreibt eingangs, wie es dazu kam, dass wir so mit Zeit umgehen, wie wir es heutzutage tun.

Zeit ist das, was wir vermissen. Das war nicht immer so. Die Zeiten haben sich bekanntermaßen geändert, und sie werden es auch weiterhin tun. Das Wissen um die Gründe und die Art und Weise dieser Veränderungen ist eine notwendige Voraussetzung, um nicht der Zeit immerzu "nachlaufen" zu müssen.

Im zweiten Teil des Vortrags geht es um zentrale Fragen des Zeit-gemäßen Umgangs mit Zeit; wir erhalten Impulse und Anregungen, wie wir "Zeit" in unser „rastloses Leben“ integrieren können.

Die moderne Arbeits- und Lebenswelt ist von gesellschaftlichen und technologischen Beschleunigungstrends geprägt. Beschleunigung erfolgt heute nicht mehr nur linear, sondern vor allem über die Verdichtung der Tätigkeiten. Dies bringt zahlreiche Freiheiten, aber auch neue Zwänge und Belastungen mit sich.

Wie lässt sich auf diese Anforderungen reagieren?

Welche Kompetenzen sind dazu notwendig und wie können diese entwickelt werden?

Wie kann eine förderliche Zeitkultur im Unternehmen/in der Institution entwickelt werden?

 

 

Donnerstag, 23. Februar 2017
19:00 Uhr
IBZ (Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft München e.V.)
Amalienstraße 38, 80799 München (U3/U6 Haltestelle Universität)

Referent:  Hans Josef Fell, ehemaliger Abgeordneter des Deutschen Bundestages, Autor des Entwurfs des EEG 2000

Das im Jahr 2000 im Bundestag beschlossene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat eine unglaublich erfolgreiche Entwicklung für die Erneuerbaren Energien gebracht. Niemand hatte den erreichten Anteil von 35% Ökostrom für Mitte 2016 vorhergesagt. Heute sind Solar- und Windstrom die kostengünstigste Art der Energieerzeugung; entsprechend rasant breitet sich die Nutzung regenerativer Energien in aller Welt aus. Dies ist gut im Kampf gegen Erderwärmung und Luftverschmutzung. Mit der Nutzung heimischer Energien ist die Energieversorgung absicherbar, Kriege etwa um Erdöl werden unwahrscheinlicher.

China, USA, Südamerika und Indien gehören zu den aufstrebenden Weltregionen, auch im Bereich Erneuerbarer Energien. Doch in Deutschland sind die Investitionen in Erneuerbare Energien in den letzten Jahren eingebrochen; z.B. in der Photovoltaik haben wir – mal wieder – unsere Wissens-Führungsrolle leichtfertig anderen Ländern überlassen. Schuld daran ist eine interessengeleitete, öffentliche Agitation gegen regenerative Energien als angebliche „Preistreiber“. Dies führte zu massiven Behinderungen der weiteren Entwicklung zu mehr „sauberer Energie“; auch durch Lobbyismus einschlägiger Kreise in Gesetzgebungsverfahren (z.B. „Ausschreibungsverfahren“ im aktuellen EEG).

Hans Josef Fell, „Erfinder“ des EEG, wird in seinem Vortrag die Hintergründe dieser Entwicklung erläutern und diskutieren, was wirklich zu tun ist, um wirksamen Klimaschutz zu erreichen.


 

 

Auszeichnungen

Bayerische Klima-Allianz PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014 BNE-Auszeichnung

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