Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

Absage

heutiger Vortrag (28.07.16)

„Gebäude – besser und nachhaltiger energetisch planen und ertüchtigen"

Leider müssen wir die heutige Veranstaltung mit Prof. Dr. Natalie Eßig in der Orange-Bar aufgrund der kurzfristigen Erkrankung der Referentin absagen. 

Leider war es uns nicht möglich, so kurzfristig einen adäquaten Ersatz-Redner zu gewinnen. Wir bitten, die Absage zu entschuldigen. Selbstverständlich werden wir den Vortrag zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

20. September 2016
19:00 Uhr
Seidlvilla, Zenzl-Mühsam-Saal, Nikolaiplatz 1B, 80802 München (U-Bahn Giselastr.)

Referentin: Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank e.G., München

Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte bewegen unsere Gesellschaft, wenn es um enkeltaugliche Zukunftsfähigkeit geht. Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen (Compliance) hinausgeht. CSR steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Markt), über ökologisch relevante Aspekte (Umwelt) bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeitern (Arbeitsplatz) und dem Austausch mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen (Stakeholdern).

Entscheidend ist, wie ernsthaft und dadurch glaubwürdig ein Streben nach dem immer nachhaltigeren Unternehmen tatsächlich ist – oder einfache (aber teure) Imagepflege: „greenwashing“. Derzeit, im Sommer 2016, läuft eine Bewerbungsausschreibung des Bundes-Wirtschaftsministeriums um den (dritten) deutschen CSR-Preis; ausgezeichnet werden sollen vorbildliche Betriebe, die nachhaltiges Handeln dauerhaft in ihre Geschäftstätigkeit integrieren.

Darüber, ob und was sich in ihren Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit bewegt, berichten mittlerweile etliche Konzerne, Finanzinstitute, Mittelständler. Ab 2017 müssen alle europäischen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten zusätzlich zu ihrem klassischen Geschäftsbericht einen nicht-finanziellen Bericht veröffentlichen. Wissenschaftliche Grundlagen und Verfahrensvorschriften für solche Nachhaltigkeitsberichte gibt es viele; EMAS, UN Global Compact, OECD-Leitsätze, ISO 26000 usw.

Aber keine der Vorgaben sind so tiefgehend wie die der Gemeinwohl-Ökonomie. Sie ist eine Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft und eine positive Alternative zur neoliberalen Globalisierung. Eine gemeinwohlorientierte Wirtschaft fußt auf Vertrauensbildung, Wertschätzung, Kooperation und Solidarität. Der Erfolg eines Unternehmens wird dabei nach werteorientierten Indikatoren mithilfe der Gemeinwohl-Bilanz bemessen.

Es gibt in Deutschland nur eine Bank, die regelmäßig eine Gemeinwohl-Bilanz herausgibt: die Sparda-Bank München eG. Seit 2011 ist sie Pionierunternehmen der Gemeinwohl-Ökonomie und hat bislang drei Bilanzen herausgegeben.

Kommunikationsdirektorin Christine Miedl von der Sparda-Bank München berichtet über die Inhalte der Gemeinwohl-Ökonomie, die Anforderungen an eine Bilanzerstellung, deren Überprüfung durch neutrale Dritte und den Prozess der Erarbeitung, bei dem auch die Mitarbeiter einbezogen werden. Es geht um Strukturen, Mitarbeiterzufriedenheit, Achtsamkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Förderung der Mitglieder  (rund 280.000 als Genossen), Transparenz und Offenheit sowie Zukunftsorientierung.

„Andere Banken braucht das Land“, so ist der eigentliche Übertitel des Schwerpunkts der Umwelt-Akademie e.V. „Ethisch-Ökologischer Umgang mit Geld“.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Klimaherbstes 2016 statt

08.10.2016, 09:00 Uhr bis ca. 14:00 Uhr
Treffpunkt wird gesondert bekanntgegeben (siehe unten)

Führung: Robert Sing; Bürgerwind Berg Verwaltungs GmbH & Co KG; Ingenieurbüro Sing GmbH, Geschäftsführer

Nicht unumstritten, aber seit Dezember 2015 in Betrieb: Die vier Windräder, weithin sichtbar über der Gemeinde Berg, oberhalb des Starnberger Sees.

Die vier Windkraftanlagen liegen zwischen der Autobahn A95 und dem Starnberger See, ca. 4 km südöstlich von Starnberg. Es handelt sich um ein ausgedehntes Waldgebiet (Wadlhauser Gräben). Die nächstgelegenen Ortschaften sind Neufahrn in etwa 1,2 km Entfernung, Schäftlarn ca. 1,5 km, Irschenhausen und Icking 2 km und Berg 3 km südwestlich. Großräumig gesehen liegen die Standorte im Gebiet des Bayerischen Oberlands auf einem Moränenhügel zwischen Würm- und Isartal.

Die Anlagen wurden durch die Bürgerwind Berg GmbH & Co. KG errichtet, in Betrieb genommen und werden seither von ihr betrieben. Der Windpark besteht aus vier Windenergieanlagen des Typs Enercon E-115 mit einer Nabenhöhe von 149 m, einem Rotordurchmesser von 115 m (Gesamthöhe 206,9 m) und einer Nennleistung von jeweils 3 MW. Damit werden jeweils jährlich rd. 7.000.000 Klimawattstunden (kWh) Strom produziert, bei vier WEA also genug für ca. 8.000 Haushalte bzw. 24.000 Bürger.

Über die Mindestlaufzeit von 20 Jahren produzieren die vier WEA in Berg ca. 560.000.000 kWh Strom. Ein durchschnittliches deutsches Steinkohlekraftwerk benötigt für die gleiche Strommenge ca. 176.000 t Steinkohleeinheiten und emittiert dabei rd. 408.000 t CO2; mit den Windkraftanlagen Berg werden genau diese CO2-Emissionen vermieden.

Die Gesamtinvestition belief sich auf rd. 21,6 Mio. Euro. Davon sind 15 Mio. Euro Fremdkapital und 6,6 Mio. Euro Eigen- bzw. Kommanditkapital. Es handelt sich um eine „Bürgeranlage“, die überwiegend aus Einlagen von 169 lokalen Bürgern, der Gemeinde Berg, Nachbargemeinden, Energiegenossenschaften, Stadtwerken und einer regionalen Bank n finanziert ist. Eine Beteiligung ist nicht mehr möglich, da der Fonds geschlossen ist.
 
Der Windpark wurde von der Gemeinde Berg geplant. Federführend mit der Planung beauftragt war und ist die Ingenieurbüro Sing GmbH aus Landsberg am Lech; der Geschäftsführer wird uns führen und sachkundig informieren.

Vorgesehener Ablauf: Treffpunkt in München, 08.10.2016, 09:00 Uhr; Busfahrt; Führung ca. 10:00 – 12:00 Uhr; anschließend Biergarten-Besuch; Rückkehr München gegen 14:00 Uhr

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt; deshalb ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Teilnehmen kann nur, wer eine Teilnahmebestätigung erhalten hat!

Die Teilnahmegebühr (Höhe wird noch bekanntgegeben) wird zu Fahrtbeginn in bar erhoben.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Klimaherbstes 2016 statt

 

11. Oktober 2016,
19:00 Uhr
GLS-Bank, Bruderstr. 5a, 80538 München (U-Bahn Odeonsplatz oder Lehel)

Referent: Manfred Molicki, Vorsitzender der Gesellschaft für Zeitkultur, Königsfeld

Wir leben in einer Tempo-Gesellschaft, in der Nonstoparbeit, Geschwindigkeit, Gleichzeitigkeit und Multitasking bestimmen, ob man noch als leistungsfähig gilt oder nicht. Die Folge: Wir verdrängen Pausen, Müßiggang und den eigenen Rhythmus immer mehr, bis Körper und Psyche nicht mehr mitspielen. Zeitstress macht krank! Zeitmanagement oft auch! Je mehr wir versuchen, Zeit zu „sparen“, desto weniger Zeit scheinen wir zu haben. Oft haben wir das Bedürfnis, „aus der Tretmühle auszusteigen“ und den inneren Zeit-Kompass wieder zu finden; doch fehlt uns auch dafür meist die Zeit.

Der Blick auf den Faktor Zeit fehlt aber nicht nur beim Blick auf den einzelnen Menschen, sondern auch beim Blick auf die Umwelt. Sind es nicht die kurzfristig gedachten, aktionistischen "Schnellschüsse", die uns heute so manche Umweltprobleme bereiten? Ist der eigentlich zeitgebende Begriff "Nachhaltigkeit" nicht schon zur Leerformel verkommen? Alles, was wächst, braucht seine Eigenzeit und kann nicht beschleunigt werden - es sei denn, man nimmt die Negativfolgen in Kauf. Das Zeitnot-Stressverhalten des Einzelnen findet eine Entsprechung im Zeitnot-Stressverhalten der Gesellschaft mit den entsprechenden Auswirkungen.

Was treibt uns so rastlos und atemlos bis zum Zeitinfarkt ("angina temporis")? Wie können wir in unserem Leben ein gesundheitsförderndes Zeit-Maß finden zugunsten einer besseren Gesundheit und mehr Lebensqualität? Warum können wir es nicht? Fehlt uns der Mut, etwas zu ändern und trauen wir uns nicht? Wer zwingt uns zu dem krankmachenden und umweltschädigenden Zeitstress? Wie finden wir zurück zu unserer Eigenzeit?

Manfred Molicki, Buchautor, ZEITforscher und Gründer der GESELLSCHAFT FÜR ZEITKULTUR, zeigt in einem interaktiven und visuell aufgelockerten Vortrag, wie Menschen es anstellen, keine Zeit zu haben, und welche Auswege andere Menschen gehen. Er weckt die Lust, innezuhalten, wenn gesundheitsschädigender Beschleunigungsaktionismus droht. Mal irritierend, mal in symbolhaften Anekdoten, dann wieder mit sinnlichen Impulsen und verblüffenden Versuchen gibt er Anregungen zum Reflektieren über den eigenen Umgang mit der Zeit.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Klimaherbstes 2016 statt

Kooperationsveranstaltung von Die Umwelt-Akademie, BürgerStiftung München, Selbach-Umwelt-Stiftung, Evangelische Stadtakademie München und WissenLeben e.V.

Film-Matinée und Diskussion mit dem Regisseur Carl A. Fechner

Moderation: Dietlind Klemm, Journalistin

Sonntag, 16. Oktober
11.00  Uhr
ARRI-Kino, Türkenstraße 91, 80799 München

Eintritt: 5 Euro

Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Deutschland steht zweifellos vor der größten strukturellen Veränderung seit Beginn des Industriezeitalters: Mit Power to Change wird das Jahrhundertprojekt Energiewende filmisch erlebbar.

Der Film zeigt anhand überzeugender Beispiele, dass Umstellungen in der Energiewirtschaft möglich und machbar sind.

Anschließend werden wir gemeinsam diskutieren, wie wir hier bei uns zu Hause, in München und Bayern die Energiewende schneller voranbringen können.


 

Nachhaltigkeitsstrategien unter Beteiligung von Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft in NRW-Großstädten, Augsburg und München

Donnerstag, 20. Oktober 2016
18.00 Uhr
Green City Energy AG, Zirkus-Krone-Str. 10 (Eingang Georg-Schätzel-Straße/Hackerbrücke), 80335 München, Orangebar, 6. OG

Moderation: Maren Schüpphaus (Netzwerk Gemeinsinn e.V., angefr.)

Veranstalter: Ökologische Akademie e.V.,  in Kooperation mit: Bündnis Nachhaltigkeit Bayern (BNB), Die Umwelt Akademie e.V.; Green City e.V. ; Netzwerk Gemeinsinn e.V.; oekom e.V. ; Selbsthilfezentrum München (SHZ);      BenE München, MORGEN - Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen; Bund Naturschutz, Kreisgruppe München

Kontakt:
Ökologische Akademie e.V., Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, T. 089-48 45 76

Teilnahmekosten:    5.- Euro

Die Landeshauptstadt München wurde für ihre  Nachhaltigkeitspolitik national und international ausgezeichnet. Auch der Nachhaltigkeitsbericht  des Referats für Gesundheit und Umwelt (2014) erfuhr einhellige Zustimmung. Eine zentrale und übergreifende Aufgabe wartet allerdings noch darauf realisiert zu werden: die Entwicklung einer Münchner Nachhaltigkeitsstrategie. Ihr Ausbleiben konstatiert das Referat mit den Worten: „Erfolgversprechende Nachhaltigkeitsstrategien basieren auf breitem Konsens. Sie sind dazu weniger als hierarchische Lenkungsinstrumente anzulegen, sondern als eine interaktive und partizipative  Form der Selbstbeobachtung und –steuerung von Politik und Gesellschaft.“  Mit der Unterzeichnung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung durch  OB Reiter am 16. Juni und der Erklärung, dass die Stadt ein breites Bündnis mit lokalen Akteuren und den Münchnerinnen und Münchnern zum nachhaltigen Leben schmieden (möchte)“rückt die Beteiligung der Stadtgesellschaft in den Mittelpunkt.

Für die Erarbeitung einer Münchner Nachhaltigkeitsstrategie gibt allerdings keine Blaupause. Da liegt es nahe, sich das bundesweit beachtete Modellprojekt „Global Nachhaltige Kommune“  in NRW und  das einvernehmliche  Zusammenwirken von Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik in Augsburg bei den Zukunftsleitlinien genauer anzuschauen.
Die Veranstaltung will eine Verständigung über den Weg zu einer lokalen Nachhaltigkeitsstrategie unter den Münchner Akteuren initiieren, Verfahrensvorschläge entwickeln  sowie Chancen und Hemmnisse für ein partizipatives Vorgehen in der Erarbeitung einer Münchner Nachhaltigkeits-strategie herausarbeiten.

Programm

18.00     
Lokale Nachhaltigkeitsstrategie - auch in München? Thomas Ködelpeter, Ökologische Akademie e.V./BNB

18.10
Wie München die Nachhaltige Entwicklung gestalten will N.N. (Stadtverwaltung München)

18.30
Nachhaltiger Entwicklung in München – Eindrücke aus Expertengesprächen  mit Schlüsselpersonen Ref. N.N., Netzwerk Gemeinsinn e.V.

18.40
Lokale Nachhaltigkeitsstrategien: Beispiele guter Praxis aus dem Modellprojekt „Global Nachhaltige Kommune“ und aus Augsburg
Das Modellprojekt „Global Nachhaltige Kommune“ – Konzept und Umsetzung, Dr. Klaus Reuter, Projektleiter, LAG21, Dortmund
Zukunftsleitlinien Augsburg– abgestimmt mit Politik, Verwaltung und  Stadtgesellschaft, Dr. Norbert Stamm, Büro für Nachhaltigkeit /Geschäftsstelle Lokale Agenda   21, Stadt Augsburg    

19.20
Diskussion

19.30
Pause mit Imbiss

19.50
Arbeitsgruppen (45 min.)

20.40
Plenum:  Präsentation der Ergebnisse und Planung nächster Schritte (45 min.)

21.30
Verabschiedung


Auszeichnungen

PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014

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