Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

Eine Veranstaltung des Münchner Forum Nachhaltigkeit

Im Rahmen der „Nacht der Umwelt“

Freitag, 15. September 2017
18.00 Uhr
münchner zukunftssalon, Waltherstr. 29 Rgb, 80337 München 

Referent: Günter Friedmann (Imkermeister)

In den letzten Jahren verging kaum ein Tag, an dem nicht in den Medien über das „Bienensterben“ und die zunehmende Not der Bienen berichtet wurde. Fristete die Imkerei zuvor eine kaum wahrgenommene Randexistenz, rückte die Honigbiene plötzlich in den Fokus des öffentlichen Interesses.

Die Honigbiene wird zum „politischen Tier“: Imker können an der Gesundheit und Konstitution ihrer Bienenvölker – aber auch am gesammelten Honig und am Pollen – ablesen, wie es um die Blütenvielfalt und Biodiversität unserer Wiesen und Felder bestellt ist. 

Ein Pionier der ökologischen und bienengemäßen Imkerei berichtet aus seiner Arbeit.

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Biologischer Varroaschutz  und ein gesundes Bienenvolk -  Was müssen wir besser machen?

Film und Vortrag

Donnerstag, 27. Juli 2017
19.00 Uhr
Museum Mensch und Natur, Schloss Nymphenburg

Referent: Dipl. Biol. Torben Schiffer, Universität Würzburg

Moderation: Dr. Nico Döring

Wie jeder Organismus ist auch die Honigbiene eingebettet in ein hochkomplexes Netzwerk, das sie mit anderen Lebewesen verbindet. Die Biene allein auf ihre sichtbare Verbindung zu den Blütenpflanzen und auf ihre Bedrohung durch Krankheitserreger und Parasiten zu reduzieren, greift zu kurz.  Einfache Lösungen anstrebend haben wir die Umweltbedingungen für Bienen in den letzten Jahrzehnten stark verschlechtert. Der Einsatz von Chemikalien, artunverträgliche Bienenzucht und Raubbau in der Landbewirtschaftung mit flächenhaft ausgebrachten Pestiziden bringen auch die Bienen an den Rand ihrer Existenz. Können sie in unserer Zeit ohne menschliches Zutun überleben?

Die landläufige Bienenhaltung läuft einem gesunden artgerechten Zusammenleben zuwider. Gängige Beutensysteme machen die Bienen krank und damit anfällig für Keime und Parasiten. Heutzutage gelten z.B. Kondenswasser und Schimmel auf den Waben als “ganz normal“. Der Einsatz von giftiger Ameisensäure, Oxalsäure, Milchsäure, Thymovar und Perinzin wird, obwohl er die Bienen schwächt, als notwendig angesehen. Es fehlt also an differenziertem Wissen über die Auswirkungen unseres Handels auf den Bienenstock, auf die Nützlinge im Bienenstock, die Symbiose-Partner und die Nahrungskette.

Torben Schiffer betrachtet Imkerei aus dem Blickwinkel des Biologen und entdeckte dabei den Bücherskorpion als Nützling gegen Varroa. Er zeigt, was die Bienen krank macht, wie wir ihre Gesundheit fördern und unter welchen Gegebenheiten ein Bienenvolk selbst mit Varroa fertig werden kann.

Als Wissenschaftler bricht er die eingefahrenen Denkmuster auf  und zeigt neue Wege bei der Bienenhaltung.

Donnerstag, 19.10.2017
19:00 Uhr
Bankhaus Donner & Reuschel, Friedrichstr. 18, 80801 München (U-Bahn 3/6 Giselastr.)

Referent: Peter Driessen, Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern (IHK), Hauptgeschäftsführer

Grußwort: Stephanie Jacobs, Berufsmäßige Stadträtin, Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU), Landeshauptstadt München  

In Zeiten globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Ressourcenknappheit gewinnt die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen weiter an Bedeutung. Nicht nur Investoren, Geschäftspartner und Kunden interessieren verstärkt, unter welchen Bedingungen produziert und gehandelt wird. Zunehmend fordern auch politische Regulierungsinitiativen, wie z.B. die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeits-zielen, der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte oder das Gesetz zur CSR-Berichtspflicht, mehr nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Wirtschaften von Unternehmen ein.

Dieser Paradigmenwechsel stellt viele – insbesondere global agierende – Unternehmen vor große Herausforderungen. Mit ihrem Engagement reagiert die bayerische Wirtschaft auf diese Entwicklungen und knüpft damit an eine lange Tradition an. Denn schon 1956 beauftragte der Gesetzgeber die IHKs, für „die Wahrung von Anstand und Sitte des Ehrbaren Kaufmanns“ zu wirken, dessen Werte für viele Unternehmen handlungsleitend sind.

Vor diesem Hintergrund setzt die bayerische Wirtschaft auf Freiwilligkeit. Verpflichtende Standards dürfen die Unternehmen nicht überfordern und nicht zu noch mehr Bürokratie führen. Zugleich bestärkt die IHK ihre Mitgliedsunternehmen fortwährend in einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und unterstützt sie dabei, ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung ganz bewusst als Erfolgsfaktor in die Unternehmensstrategie, Produkte und Betriebsabläufe zu integrieren.


Donnerstag, 26. Oktober 2017
19.00 Uhr
Green City Energy AG, Zirkus-Krone-Str. 10 (Eingang Georg-Schätzel-Straße), 80335 München, 6.OG, „Orange Bar“ (siehe auch http://www.muenchen.de/stadtplan.html).

Referent: Professor Dr. Meinhard Miegel

Noch nie waren so viele Menschen weltweit so wohlhabend und zugleich so existentiell bedroht wie heute – Segen und Fluch ihres entfesselten Wissens und Könnens. Denn diese Entfesselung hat nicht nur ungeheure produktive, sondern auch destruktive Kräfte freigesetzt.

Während langer historischer Perioden war den Menschen diese Ambivalenz ihrer Fähigkeiten wohl bewusst. Sie bemühten sich daher, sie zu steuern und einzuhegen. Maß zu halten galt ihnen als große Tugend.
Der Mensch sollte sich bewusst sein, dass es Unveräußerliches gibt, das größer ist als er selbst. Sein Wissen und Können sollten sublimiert sein durch Kunst und Ästhetik. Wissen, Kunst und Religion bildeten einen harmonischen Dreiklang – Grundlage aller nachhaltigen Kultur.

Seit Anbruch der Moderne ist dieser Dreiklang gestört. Die Folgen sind dramatisch. Die Harmonie wiederherzustellen ist das Ziel kultureller Erneuerung.

30.11.2017
19:00 Uhr
Referat für Gesundheit und Umwelt, Bayerstr. 28, 1. Stock, Raum 1009, 80335 München (MVV Haltestelle Hauptbahnhof),


Referentin: Prof. Dr. Karen Pittel, Leiterin ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.

Grußwort: Stephanie Jacobs, Berufsmäßige Stadträtin, Referentin für Gesundheit und Umwelt (RGU) der Landeshauptstadt München

Wann immer es um Entscheidungen geht, die unter Knappheit zu treffen sind, versuchen Ökonomen die Kosten und Nutzen zu ermitteln, die mit diesen Entscheidungen einhergehen. Für einzelne Investitionsentscheidungen mag dies noch relativ unkompliziert sein; wenn es aber um Kosten und Nutzen des Klimaschutzes geht, wird diese Aufgabe um ein Vielfaches komplizierter.
 
Dieser Vortrag wird, nach einer kurzen Einführung zum aktuellen Stand globaler Klimapolitik und zu den Herausforderungen, die mit der Erreichung der 1.5°C-Grenze Erwärmung der Atmosphäre verbunden sind, einige der Schwierigkeiten vorstellen, die mit einer (globalen) monetären Bewertung von Klimaschutzanstrengungen verbunden sind. Diese Schwierigkeiten manifestieren sich nicht zuletzt in extrem unterschiedlichen Kosten- und Nutzenschätzungen, zu denen diese Bewertungsversuche führen. So geben Studien die Kosten, die mit der Emission einer Tonne CO2 verbunden sind, zwischen erstaunlichen 7 US$ und 2400 US$ an. Obwohl beide Werte Extremfälle darstellen, verdeutlichen sie doch sehr eindrucksvoll, in welchem Ausmaß volkswirtschaftliche Kostenschätzungen von unterschiedlichen Methoden und Annahmen abhängig sind.

Genug Stoff für internationale Klimaverhandlungen und ungezählte Forschungsprojekte weltweit. Zu fragen ist aber grundsätzlich auch, ob sich Klimaschutz – in ökonomischen Kategorien – „lohnen“ muss.

Ein anspruchsvoller Abend.
 





in Kooperation mit  

Donnerstag, 25. Januar 2018
19:00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm- Str. 24, 80331 München (Nähe Sendlinger Tor, U-Bahn) Klicken Sie hier

Referent: Prof. Dr. Harald Lesch, Ludwigs-Maximilian-Universität (Astrophysik), Hochschule für Philosophie (Naturphilosophie) 

„Klimaschutz ist ja schön und gut, aber wo bleibt mein Vorteil?“, „Alles halb so wild: Das werden künftige Techniken lösen“, „Du willst doch auf unser Wirtschaftswachstum nicht verzichten – das ist doch gut für mich“

Wo liegt die Kluft zwischen Sollen und Sein?

Bis 2050 muss die Erderwärmung auf +2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzt sein; gleichzeitig wollen dann ca. 9 Milliarden Menschen (unseren?) Wohlstand und Entwicklung haben. Das wird mit „Weiter-so“ nicht gehen, die Natur lässt nicht mit sich verhandeln. Die Antwort auf den Klimawandel kann nur eine nachhaltige Industrie-, Energie- und Klimapolitik (um nur einige Politikfelder anzusprechen) sein, die das Klima tatsächlich schützt, industrielle Innovationen fördert, eine langfristige, Umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung sichert und sozialen Fortschritt voranbringt.

Bruttoinlandsprodukt und dessen Wachstum machen nicht glücklich, zeigt die Glücksforschung; soziale Beziehungen sind im Leben von Menschen zentrale Elemente. Das grandiose Scheitern der Entkopplungsstrategie (Ressourcenverbrauch zu BIP) zeigt, dass es Anreize zur Milderung des Wachstumsimperativ geben muss, Stichwort: Postwachstumsökonomie. Denn Wachstum und Nachhaltigkeit – beides ist gleichzeitig nicht zu haben.

Brauchen wir, gibt es einen großen Zukunftsentwurf? Ist try-and-error, also ein step-by-step-Weg  erfolgsversprechender? Also Problemanalyse, Visions-Entwicklung, Experimente, Lernen & Ausweiten; Problemanalyse, Visions-Entwicklung, Experimente… Für den Prozess einer „großen Transformation“ bedarf es Bewußtseinsänderung in Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft. Change-Prozesse erzeugen Unsicherheiten und Ängste; es bedarf gezielter Strategien im Umgang mit unterschiedlichen Akteuren in der Ambivalenz zwischen Akzeptanz und Opposition: „Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt“ (Lao Tse). 

 

Auszeichnungen

Bayerische Klima-Allianz PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014 BNE-Auszeichnung www.landesstiftung.bayern.de

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