Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

Eine Veranstaltung des Münchner Forum Nachhaltigkeit

Dienstag, den 25.Juni 2019
19:00 Uhr

Referentin: Dr. Angelika Hilbeck 

Ort: münchner zukunftssalon oekom e.V., Waltherstr. 29. Rgb., 2. Stock, 80337 München, U-Bahn Goetheplatz

Moderation: Dr. Manuel Schneider (oekom e.V.)

 Weitere Informationen folgen demnächst. Vielen Dank für Ihre Geduld!

Wir würden uns freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen, und
wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns über Ihr Kommen unter: Fax 09 11 / 30844-81779 oder E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! informierten.




 

Donnerstag: 16.05.2019

19:00 Uhr

Referent: Ralf Buschmann, BUND-Referent für technischen Umweltschutz

Ort: Wird noch bekannt gegeben

Nanopartikel – Eine neue Gesundheitsgefahr?

Was bedeutet "Nano"?

Der Begriff "Nano" kommt aus dem Griechischen und bedeutet Zwerg. Ein Nanometer (nm) ist ein Milliardstel eines Meters. Ein DNS-Strang ist 2,5 Nanometer, ein Proteinmolekül 5 Nanometer, ein rotes Blutkörperchen 7.000 Nanometer und ein menschliches Haar 80.000 Nanometer breit. Zum Vergleich: Ein Nanopartikel verhält sich in der Größe zu einem Fußball wie der Fußball zur Erde.

Durch die stark verkleinerte Partikelgröße kommt es bei Stoffen in Nanoform zu grundlegenden Änderungen der physikalisch-chemischen Eigenschaften. Im Vergleich zu größeren Partikeln gleicher chemischer Zusammensetzung weisen Nanoteilchen eine höhere chemische Reaktivität, eine größere biologische Aktivität und ein stärkeres katalytisches Verhalten auf. Ursache dafür ist die bei gleichbleibendem Gesamtvolumen stark vergrößerte Oberfläche von Nano-Stoffen.

Zunehmend Nanopartikel in Lebensmittel

Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ermittelte, lt. BUND, ca. 630 Anwendungen von Nanopartikeln in Lebensmitteln. Ein knappes Drittel betraf Inhalts- und Zusatzstoffe, die nirgends gekennzeichnet sind. Die Behörde schätzt die tägliche Zufuhr auf 1,28 mg/kg Körpergewicht. Die größte Menge dürfte wieder ausgeschieden werden. Die Nanopartikel können anscheinend jedoch auch von der Darmschleimhaut aufgenommen werden.

Ernährungsphysiologisch ist es keinesfalls nötig, Lebensmittel mit synthetischen Nanopartikel zu versetzen.

Häufig verwendet wird aber z.B. das Silziumdioxid (SiO2), welches als Zusatzstoff E551 (in Suppen, Gewürzen, Instant-Kaffee) eingesetzt wird um das Verklumpen zu verhindern. Auch Titandioxid TiO2 (E171) ist ein beliebter Zusatzstoff, weil er besonders Weiß ist und damit selbst als Farbstoff oder als Untergrund für andere Farben zu einem strahlenden Äußeren insbesondere bei Süßigkeiten beiträgt. Untersuchungen an verschiedenen Lebensmitteln durch den BUND und eine französische Umweltorganisation zeigten, dass sich für beide Zusatzstoffe relevante Anteile an Nanopartikeln nachweisen lassen, die jedoch trotz gesetzlicher Vorgaben nicht als solche gekennzeichnet sind.

Risiken häufig eingesetzter Nanomaterialien

Die gleichen veränderten Eigenschaften, die Stoffe in Nanogröße so interessant für Forschung und Entwicklung machen, könnten auch neue Gefahren für Gesundheit und Umwelt mit sich bringen. Bisher hinkt die Erforschung der Risiken und Nebenwirkungen der Vermarktung von Nano-Produkten jedoch noch stark hinterher. 

Verschiedene Studien haben zwischenzeitlich die Begünstigung oder Ausbildung von Entzündungsreaktionen im Magen-Darm Trakt mit der Einwirkung von Siliziumdioxid und Titandioxid Nanopartikeln in Verbindung gebracht. Außerdem wurde Titandioxid als „wahrscheinlich krebserzeugend beim Einatmen“ eingestuft, insbesondere wenn Nanopartikel als Pulver eingeatmet werden und in die Lunge gelangen.

Vortrag und Diskussion

Den aktuellen Wissensstand wird uns der BUND-Referent für technischen Umweltschutz, Rolf Buschmann präsentieren. Anschließend werden wir diskutieren, welche politischen Forderungen sich daraus ergeben.

Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

 

Dr. Rolf Buschmann 

geb. 1962, studierte Chemie an der Universität zu Köln.
Nach einer Zusatzqualifikation zum Umweltschutzexperten Europa, war er über 10 Jahre für das KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung in Köln mit den Arbeitsschwerpunkten Chemie, Toxikologie und Produktbewertung tätig.
Von 2004 bis 2013 war er Referent für Umwelt- und Gesundheitsschutz der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mit Zuständigkeit für Chemikalienpolitik und Produktsicherheit. Schwerpunktthemen waren z.B. Innenraumluftqualität, Elektromagnetische Felder und Nanotechnologien.

Seit 2013 ist er beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland als Referent für technischen Umweltschutz für die Themenbereiche Abfall & Rohstoffe, Ressourcenschutz, Nanotechnologien und Immissionsschutz zuständig.

Kontakt 
Dr. Rolf Buschmann Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Am Köllnischen Park 1 10179 Berlin, Germany Tel.: +49 (30) 27586-482 Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Eine Veranstaltung des Münchner Forum Nachhaltigkeit

Dienstag, den 09. April 2019
19:00 Uhr

Referentin: Dr. Anita Idel

Ort: münchner zukunftssalon oekom e.V., Waltherstr. 29. Rgb., 2. Stock, 80337 München, U-Bahn Goetheplatz

Moderation: Georg Schweisfurth (Die Umwelt-Akademie e.V.), Dr. Manuel Schneider (oekom e.V.)

 

Kühe sind zwar Sympathieträger, haben aber in Sachen Klimaschutz ein schlechtes Image: Sie gelten als „Klima-Killer“. Denn beim Verdauen rülpst jede Kuh das Gas Methan aus, das dem Treibhaus Erde 25-mal stärker einheizt als Kohlendioxid. Rinderhaltung gilt daher gemeinhin als „schlecht fürs Klima“.

 

Mit den Kühen und anderen Wiederkäuern steht auch die Beweidung zur Disposition. Doch die heutigen „Kornkammern“ waren Grünland, das in Jahrtausende langer Ko-Evolution mit Weidetieren entstanden ist. Grünland ist weiterhin das größte Ökosystem weltweit. Nachhaltige Beweidung mit Kuh & Co fördert das Wurzelwachstum und dadurch die Humusbildung. Das weltweite Grünland speichert auf diese Weise im Boden rund 50 Prozent mehr Kohlenstoff als Wald.

 

So können Rinder und ihre wiederkäuenden Verwandten – entgegen der gängigen Annahme – sogar zur Begrenzung des Klimawandels beitragen. Die Kuh: ein geborener Klimaschützer! Wenn man sie nur ließe ...

 

  • Warum hält sich der Mythos vom „Klimakiller Kuh“ so hartnäckig in der (Fach-)
    Öffentlichkeit?
  • Warum werden stattdessen die Potenziale nachhaltiger Beweidung und Grünlandnutzung nicht erkannt – und in der Folge auch kaum genutzt?
  • Ist die „Produktivität“ der heutigen Landwirtschaft ihrerseits ein Mythos? Woran bemisst sie sich?
  • Und welchen Unterschied macht die Form der Tierhaltung für unser Klima?

 

Auf diese und weitere Fragen wird Dr. Anita Idel in Ihrem Vortrag eingehen. Sie ist Tierärztin, freie Wissenschaftlerin und Wirtschaftsmediatorin, war von 2005 bis 2008 Lead-Autorin des Weltagrarberichts (IAASTD) und ist Lehrbeauftragte an der FH Münster und der Leuphana in Lüneburg. Als Mediatorin und Autorin ist sie in den Spannungsfeldern Landwirtschaft und Naturschutz sowie Ökonomie und Tierschutz tätig.



Wir würden uns freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen, und
wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns über Ihr Kommen unter: E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! informierten.




 

Montag: 01.04.2019

19:00 Uhr

Referent: Herr Otto-Zimmermann (ehemaliger Generalsekretär von ICLEI – Local Governments for Sustainability), Autor der Bücher „Stadtquartier in Bewegung“, „Change the Way You Move!“ & „Going Green“ (JOVIS Verlag)

Ort: Münchner Zukunftssalon, Waltherstr. 29 Rückgebäude, 2. Stock (oekom e.V.), 80337 München

 

Haben Sie schon einmal versucht sich vorzustellen, dass in München eine Straße, ein Platz oder ein ganzes Quartier autofrei wäre? Hören Sie nicht auch sofort die Bedenken und Hindernisse? Aber es ist machbar! Es funktioniert in Wien, Stuttgart, Kopenhagen und Stockholm. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stammtisch Mobilität im Dialog“ wollen wir ausloten, welche Möglichkeiten es hierfür in München gibt, welche Akteure zusammenarbeiten könnten und von anderen lernen. Den Abend eröffnet Helmut Schmidt von der Umwelt-Akademie mit einem kurzen Blitzlicht auf die Situation in München. Dann wird Konrad Otto-Zimmermann von seinen Erfahrungen mit dem Konzept EcoMobility World Festival berichten. Dabei handelt es sich um die Inszenierung eines über einen Monat autofreien Stadtquartiers, die erstmals in der Millionenstadt Suwon in Südkorea stattfand. Er wird die Erfahrung aus drei Projekten (Suwon/Südkorea 2013; Johannesburg/Südafrika 2015; Kaohsiung/ Taiwan 2017) mit uns teilen. Dabei berichtet er sowohl von konkreten Umsetzungsschritten, als auch von den vielen Gesprächen mit Gewerbetreibenden und Bewohnern der Quartiere. Im Anschluss, in der Werkstatt, schauen wir uns ein Viertel in München an und überlegen wie bei uns erste Schritte aussehen könnten.

 

In den nächsten Monaten laden wir in loser Folge Menschen aus anderen Städten Deutschlands und Europas real und virtuell ein, um von ihren Erfahrungen zu profitieren.

 

Moderation: Green City e.V. & intrestik

 

Veranstalter*innen: Green City e.V., intrestik, Die Umwelt-Akademie e.V. & Initiative Gärtnerplatz

 

Links der Veranstalter*innen:

www.intrestik.de

www.greencity.de

https://gaertnerplatz-fussgaengerzone.com

 

 

Eine Veranstaltung des Münchner Forum Nachhaltigkeit

Montag: 11.03.2019

19:00 Uhr

Referentin: Prof. Dr. Marianne Gronemeyer

Ort: münchner zukunftssalon oekom e.V., Waltherstr. 29. Rgb., 2. Stock, 80337 München U-Bahn Goetheplatz

Seit Menschengedenken arbeiten wir uns an ihnen ab: Kinder loten ihre Grenzen aus,
Ländergrenzen werden umkämpft und vor „Eindringlingen“ geschützt, und die Medizin
zögert die letzte aller Grenzen, den Tod, immer weiter hinaus.

Doch je mehr wir versuchen, Grenzen zu überwinden und aufzulösen, desto stärker
kehren sie zurück: angesichts „grenzenloser Flüchtlingsströme“ schotten sich immer
mehr Länder ab; und unser Lebensstil zwingt uns, in „Grenzwerten“ zu denken, um die
fatalen Folgen unseres vermeintlich „grenzenlosen“ Wachstums einzudämmen.
An den Grenzen scheiden sich die Geister. Entgrenzung und neue Grenzsetzungen
überlagern sich in einem paradoxen Durcheinander. Welche Grenzen sind sinnvoll,
welche nicht?

In Ihrem Vortrag lotet Marianne Gronemeyer aus, wie Grenzen zustande kommen, was
sie bedeuten – und was sie uns darüber sagen, wer wir sind.
Die Referentin war lange Zeit Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften
und beschäftigt sich in ihren Publikationen mit dem Geschwindigkeitsrausch unserer
Gesellschaft und der Versäumnisangst des modernen Menschen. Sie steht in der
Denktradition des Kulturphilosophen Ivan Illichs und wendet sich globalisierungskritisch
gegen die Welteinheitskultur des Konsumismus und plädiert für kulturelle Vielfalt.
Neben ihrer wissenschaftlichen und umfangreichen publizistischen Arbeit war sie mehrere
Jahre im Aufsichtsrat von Greenpeace Deutschland tätig. 2011 erhielt sie den renommierten
Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung.

Wir würden uns freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen, und
wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns über Ihr Kommen informierten unter: E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Buchhinweis: Marianne Gronemeyer: Die Grenze. Was uns verbindet, indem es trennt.
Nachdenken über ein Paradox der Moderne. oekom verlag: München 2018 (www.oekom.de)

Veranstalter / Initiatoren
§ oekom e.V.