Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

in Kooperation mit:  

Donnerstag, 26. Juli 2018
19:00 Uhr
Internationales Begegnungszentrum (IBZ), Amalienstrasse 38, 80799 München  (ÖPNV "Universität")

Referenten: Dr. Anne von Streit, Lehr- und Forschungseinheit Mensch-Umwelt-Beziehungen, Department für Geographie an der LMU München 
Stefan Drexlmeier, Leiter der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Energiewende Oberland und Vorstandsvorsitzender des Energiewende Oberland - Kompetenzzentrum Energie EKO e.V. 

Zahlreiche Initiativen in Deutschland und in Bayern haben auf regionaler Ebene die Energiewende von unten angeschoben und innovative Potentiale für die gesamtdeutsche Energiewende geliefert. Vielfach sind diese Initiativen auf zivilgesellschaftliches Engagement gegründet und haben sich zum Teil über die Jahre zunehmend professionalisiert. So sind zahlreiche Erneuerbare-Energie-Regionen entstanden, die sich das Ziel der vollständigen dezentralen Energieversorgung aus erneuerbaren Energien und damit ambitioniertere Ausbauziele als die der Bundes- oder Landesregierungen gesetzt haben. Motive solcher Initiativen sind nicht nur Chancen durch die Realisierung regionaler Wertschöpfung, sondern auch Hoffnungen auf eine Demokratisierung der Energieerzeugung und -nutzung durch kleinteiligere technische und soziale Strukturen im Energiesystem:

Im Zusammenspiel mit diesen lokalen Basisinitiativen bildete das EEG seit 2000 über finanzielle Anreize die Geschäftsgrundlage für den dezentralen Ausbau erneuerbarer Energien. Die garantierte Einspeisevergütung und die relativ leichte Umsetzbarkeit machten Investitionen in erneuerbare Energien ab 2000 auch für Akteure wie Einzelpersonen, Energiegenossenschaften, kleine und mittlere Stadtwerke attraktiv, während die großen Energieversorger nur wenig in Erneuerbare Energien investierten. 2016 waren 42 Prozent der Erneuerbarer-Energien-Anlagen in Deutschland in der Hand von Privatleuten (inkl. Energiegenossenschaften) und Landwirten (Trend: research 2017).

Derzeit sehen sich jedoch viele Initiativen mit zahlreichen Hemmnissen konfrontiert, die den Ausbau erneuerbarer Energien auf regionaler Ebene erschweren: Die Novellierungen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) ab 2012 und dessen Umstellung auf das Ausschreibungsverfahren 2016 haben zu einem Einbruch des dezentralen Ausbau erneuerbarer Energien – insbesondere bei PV- und Biogasanlagen – geführt. So verfehlte Deutschland 2017 das im EEG festgelegte jährliche Zubauziel beim PV-Ausbau deutlich; bei Biogas ist der Ausbau fast zum Erliegen gekommen und aufgrund des bayerischen Abstandsgesetzes 10H herrscht „Stillstand bei der Windkraft“ (SZ vom 25.01.2018). Damit wurde die „Bürgerenergiewende“ deutlich geschwächt; das zeigt sich auch an den seit mehreren Jahren rückläufigen Gründungszahlen von Energiegenossenschaften. Gleichzeitig wurden mit dem verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien auch die lokalen Konflikte um den Bau von Anlagen zahlreicher: Lokale Natur- und Umweltschutzgruppen, betroffene Anwohner und Tourismusvertreter versuchen häufig den Bau von größeren Erneuerbaren-Energie-Anlagen zu verhindern.

Wie gehen regionale Energiewende-Initiativen mit diesen Herausforderungen um und welche Aktivitäten unternehmen sie, um die regionale Energiewende zu stärken? Und: Wie spielen die veränderten äußeren Rahmenbedingungen mit den Konflikten auf regionaler Ebene zusammen? Letztendlich: Was muss passieren, dass die Energiewende wieder eine Bürgerenergiewende wird?



Dr. Anne von Streit, Foto eigen

Die Referentin beschäftigt sich in ihrer Forschung mit Fragen von Nachhaltigkeitstransitionen und leitet das Wissenschafts-Praxis-Projekt INOLA (Innovationen für ein nachhaltiges Land‐ und Energiemanagement auf regionaler Ebene). Unter anderem hat sie über Energieinitiativen in ganz Bayern, insbesondere im Oberland, geforscht. Mehr Informationen: www.inola-region.de.
Für die an den Vortrag anschließende Diskussion werden auch andere Vertreter*Innen von Energieagenturen, Energieinitiativen… in Bayern zugegen sein und sich – unter anderem an Infotischen – bekannt machen:

Energie-Genossenschaft


Zukunftswerk eG, Starnberg


Energieagentur Südostbayern


Fünfseenland eG


Energiewende Landkreis       
Starnberg e.V  

 

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Wasserwirtschaftsamt München


Im Rahmen der „Nacht der Umwelt“

Freitag, 14. September 2018
Beginn: 18.00 Uhr Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben
Dauer: ca. 2 Stunden (6 km)


Führung: Doris Fuchsberger, Historikerin, Dr. Nico Döring, Isarspezialist und eine fachkundige Begleitung vom Wasserwirtschaftsamt München

 

Die Isar liegt flussabwärts vom Deutschen Museum bisher wenig im Fokus der Münchnerinnen und
Münchner. Wo noch vor 150 Jahren Dutzende Flöße an ihren flachen Kiesufern lagen, wo rege
Betriebsamkeit herrschte, Menschen auf Reisen gingen oder ihre Reise beendeten, Waren
umgeschlagen wurden, fließt die Isar nun tief unten und eingezwängt in einer Rinne. Oben tost derAutoverkehr. Mächtige Mauern und steile Böschungen mit kantigen Blocksteinen trennen jetzt
München von der Isar.

Im Geist der Belle Époque gestaltet, ermöglichten die massiven Uferverbauungen das Entstehen neuer repräsentativer Wohnviertel, die mit Hilfe der Fluss-Eintiefung vor Hochwässern geschützt sind. Zugleich brachte der Isarquai mit dem Boulevard einen Hauch Pariser Flair nach München. Der Fluss aber wurde unzugänglich. Dennoch geben kleine unzugängliche Treppchen den Blick frei und verbinden beide Ebenen. Eröffnen sie eine neue Perspektive?

Die alten Mauern sind sanierungsbedürftig: Findet München hier ein neues Zusammenspiel und
einen zukunftsfähigen Umgang mit seinem Erbe, mit dem neuen Zeitgeist und mit der Isar?
Wie kann eine Annäherung gelingen?

Teilnehmer und Teilnehmerinnen? Da wir die Teilnehmerzahl begrenzen müssen, bitten wir Sie, sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anzumelden. Vielen Dank!

Anmeldungen werden gerne bis spätestens 3. September 2018 angenommen!


Hinweise:
Für Kinder geeignet.
Teilnahme mit Rollstuhl eingeschränkt möglich.
Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt.
Geeignete Kleidung und Schuhwerk für die ca. 6 Kilometer lange Führung an der Isar.

 

27. September 2018
19:00 Uhr
Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft München e.V. (IBZ), Amalienstr. 38, U3/U6 Haltestelle „Universität“

Referent: Prof. Dr. Michael Meyen, LMU, Institut Kommunkationswissenschaften und Medienforschung

Frank Schirrmacher wusste es schon 2012. Nehmen wir an, der Ökozid sei heute bereits eingetreten, sagte der FAZ-Herausgeber damals in einem Interview, "dann würde es die Tagesschau morgen schon als Normalität behandeln."
Egal ob Nachrichten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, führende Tageszeitungen, talkshows oder Online-Angebote: Journalisten machen das, was Reichweite maximiert. Sie vereinfachen, sie übertreiben, sie spitzen zu. Egal ob fake-news oder nicht, sie greifen „Knallendes“ auf, sie erzählen uns Geschichten und sie verdichten komplexe Themen auf Konflikte zwischen zwei oder drei Spitzenleuten. Breaking News: Das ist die Währung, um die im „System Massenmedien“ gespielt wird.
Der Klimawandel passt nicht in diese Muster der Realitätskonstruktion. Der Vortrag zeigt, wie sich die Medienrealität in Deutschland in den letzten 30 Jahren verändert hat, wie das Thema Klimawandel dort behandelt wird und was man tun müsste, um dies zu ändern.

Quelle

Zum Weiterlesen finden Sie hier zu „MEDIENREALITÄT – Ein Blog des Forschungs- und Lehrbereichs von Michael Meyen (LMU München)“, in dem Lehrende und Studierende ihre Arbeiten und Stellungnahmen veröffentlichen: https://medienblog.hypotheses.org/ueber-uns

Einladung  zur  politischen  Podiumsdiskussion  von  Die Umwelt-Akademie e.V.  und Netzwerk Klimaherbst e.V. und Forum für Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft

 

in Koorpertation mit  und

Donnerstag, 18. Oktober 2018
19:00 Uhr

Einsteinstr. 28, Haus B, 2.Stock Zimmer 2.23, 81675 München (U-Bahnhof Max-Weber-Platz)

Podiumsteilnehmer:
Sebastian Schall, CSU
Jens Röver, SPD
Sabine Krieger, GRÜNE
Sonja Haider, ÖDP

Mit dem bei der Klimaschutzkonferenz Ende 2015 in Paris beschlossenen Klima-Abkommen bekennt sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich zum Ziel, die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu reduzieren; sie will  Anstrengungen unternehmen, die globale Erwärmung gar auf <1,5 Grad zu begrenzen.

Mit dem Titel „Klimaschutzziele und -strategie München 2050“ hat der Stadtrat der  Landeshauptstadt München im Mai 2015 beim Öko-Institut (Freiburg) ein Fachgutachten beauftragt, mit dem der IST-Zustand des Klimaschutzes in München im Verhältnis zu den bislang gesetzten Klimazielen 2030 ermittelt und darauf aufbauend konkrete Vorschläge für neue Klimaziele und Klimaschutzmaßnahmen bis 2050 erarbeitet werden sollten.
Der Stadtrat hat im April 2016 einen „Klimaschutzaktionsplan“ und im September 2017 dann auf Basis des ÖkoInstitut-Gutachtens beschlossen, dass München bis 2050 „klimaneutral“ sein solle: Von 10,9 Tonnen CO2 pro Person und Jahr (Durchschnitt Deutschland 2017) soll die CO2-Emission pro Kopf und Jahr  in   München    bis 2050 auf rd. 0,3 t CO2  abgesenkt werden: In Anlehnung an die Klimaziele für Deutschland soll also eine  Reduzierung um >95% erreicht werden. https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Gesundheit-und-Umwelt/Klimaschutz_und_Energie/Klimaneutralitaet.html

Die umweltpolitischen Sprecher/innen im Münchner Rathaus sind auch im „Klimaherbst 2018“ wieder eingeladen, uns zu erläutern, wie und mit welchen Maßnahmen diese ehrgeizigen Ziele umgesetzt werden sollen – und was seit Beschlußfassung 2017 konkret auf den Weg gebracht und erreicht wurde!

Dabei startet die Podiumsdiskussion mit Fragen von vier  fachkundigen „Mentoren“ aus der Zivilgesellschaft zu folgenden Schwerpunkten:
•    Bauen, Wohnen, Wärme
•    Energien aus erneuerbaren Quellen in München
•    Strom aus Bürgerhand
•    Energie und Mobilität

Anschließend folgen Fragen aus Publikum und Diskussion mit dem Publikum.


Hinweis: Die politische Podiumsdiskussion steht im fachlichen Zusammenhang mit der Vortragsveranstaltung von Die Umwelt-Akademie e.V. am 11.10.2018, 19:00h, München, Zukunftssalon:
"Vor Katowice: Wie schlecht steht's um die deutsche Klimapolitik?"
Prof. Dr. Andreas Löschel, Universität Münster, Lehrstuhl für Mikroökonomik, insb. Energie- und Ressourcenökonomik.
(Anmerkung: Die COP 24 , die nächste UN-Klimakonferenz, findet vom 3. bis 14. Dezember 2018 in Katowice (Polen) statt).

 

im Rahmen des 12. Münchner Klimaherbst

Donnerstag, 25. Oktober 2018
19:00 Uhr
Münchner Zukunftssalon, Waltherstr. 29, Rückgebäude, 2. Stock, (ÖPNV „Goetheplatz“)

Referent: Prof. Dr. Andreas Knie; TU Berlin, LS Soziologie; Leiter Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik im Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)

Weitere Informationen folgen in Kürze. Danke für Ihre Geduld!

 

im Rahmen des 12. Münchner Klimaherbst

Montag, 29. Oktober 2018
19:00 Uhr
GLS Bank, Bruderstraße 5A, 80538 München (ÖPNV "Lehel")

Referent: Prof. Dr. Andreas Löschel; Lehrstuhl für Mikroökonomik insbes. Energie- und Ressourcenökonomik an der Universität Münster; Leiter der Energie-Expertenkommission der Bundesregierung

Es ist ja nicht so, dass man es nicht gewusst hätte:
„Industrieländer bereiten Kohleausstieg vor“ (SZ 09.11.2017): 2006 plante die Britische Regierung noch den Bau neuer Kohlekraftwerke, 2008 erfolgte mit dem „Klimawandelgesetz“ die Umkehr, 2012 die Einführung eines CO2-Mindestpreises (18 Brit. Pfund/t CO2), Herbst 2017 dann das „Aus“ für die Kohle bis 2025. Ähnlich Kanada: Kohleausstieg bis 2029, CO2-Preis 50 Kanad. Dollar bis 2022. 19 westliche Länder wollen aus der Kohle aussteigen, darunter neben C und GB auch Neuseeland, Österreich, Frankreich, Niederlande, Dänemark, Finnland, Schweden, Portugal; bis spätestens 2030.
Und Deutschland?

„Klima: Selbst der vermeintliche Vorreiter Deutschland verfehlt sein Klimaschutzziel. Die Atmosphäre bleibt Abgas-Deponie“ (DIE ZEIT, 14.09.2017): „Heute wird hierzulande mehr dreckige Braunkohle gefördert als in jedem anderen Land der Welt. Sogar mehr als in China!“
„Deutschland verfehlt Klimaschutzziele!“ (AEE 16.12.2017, auf Basis eines Experten-Gutachtens, u.a. mit Prof. Löschel): „Deutschland wird sein Klimaschutzziel, im Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen um 40% gegenüber 1990 zu reduzieren, verfehlen“.

In den Sondierungsgespräch zu einer neuen Großen Koalition wird klar: „Klimaschutzziel erscheint kaum noch erreichbar“ (SZ 09.01.2018)
„Vom Musterschüler zum schlechten Vorbild“ (SZ 16.01.2018): „Selbst wenn die künftige Regierung es schafft, die „Handlungslücke“ zu schließen, könnte das Geschluder anderen Staaten als Ausrede dienen“. Und „Wo geht’s hin? Die deutsche Wirtschaft will endlich Klarheit!“
Und „Der letzte Kredit: Auf der nächsten Klimakonferenz zeigt sich, ob Deutschland weltweit Vorreiter bleibt“ (DIE ZEIT, 18.01.2018).

Jenseits der Frage, ob Deutschland in Sachen „Klimaschutz“ jemals – nicht nur wortreicher, sondern tatsächlicher – „Vorreiter“ in Sachen Klimaschutz war: Genau das wollen wir wissen: Wie stellt sich die Bundesregierung auf zu den kommenden Internationalen Klimaschutzverhandlungen in Katowice, Polen, Anfang Dezember 2018? Näheres dazu finden Sie hier


Quelle Foto 

Das wollen wir von jemandem wissen, der es wissen muss: Andreas Löschel ist u.a. „oberster Energie-Experte der Bundesregierung“ – sagt zumindest DIE ZEIT (18.01.2018). Deshalb haben wir ihn eingeladen, um zu hören und mit ihm kräftig zu diskutieren, wie es um den internationalen Klimaschutz und die Erfüllung der Pariser Klimaziele steht, welche Klimaziele die Bundesregierung anstrebt, was sie außer der Einberufung einer Kommission (u.a. mit dem Bundes-Innenminister (?!)) konkret zu tun gedenkt, wie durch ein kommendes Bundes-Klimagesetz alle Sektoren in Deutschland auf CO2-Senkung getrimmt werden, bis wann die Kohlekraftwerke in Deutschland abgeschaltet sind, ob die Bundesregierung ihre Behinderungen eines wirksam hohen EU-CO2-Emissionspreises einstellt, wie Deutschland sein arg ramponiertes internationales Klima-Image (durch viele Milliarden Euro Kompensationszahlungen?) wieder aufhübschen will?

Wer die Fakten nachlesen will, sei zum Rückblick auf unsere diesbezügliche Veranstaltung mit AGORA-Energiewende am 22.02.2018 verlinkt.

 

Auszeichnungen

Bayerische Klima-Allianz PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014BNE-Auszeichnung www.landesstiftung.bayern.de

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