Auftaktveranstaltung des Münchner Klimaherbstes

Dienstag, den 7. Oktober 2014
Beginn: 19.00 Uhr
Alter Rathaussaal, Marienplatz 15

Referent: Prof. Dr. Elmar Altvater

"Es reicht. Wie viel Haben braucht das Sein?".

Unser Wirtschaftssystem ist in hohem Maße abhängig von der Nutzung fossiler Brennstoffe. Die Krisen, die dadurch entstehen, sind bedrohlicher als alle Finanzkrisen. Denn Krisen im Geldsystem sind grundsätzlich behebbar; es werden zwar ungeheure Summen vernichtet, aber diese lassen sich ersetzen. Die Zerstörungen der Natur hingegen, die mit unserer Form des Wirtschaftens einhergehen, sind unwiederbringlich.

Zugleich verliert die Wirtschaft mit jedem Wachstumsschub immer mehr ihre Ressourcenbasis. Der bekannte Politikwissenschaftler und -berater Prof. Dr. Elmar Altvater ist daher überzeugt: „Der fossile Kapitalismus hat keine Zukunft.“

Wie aber könnte eine postfossile Wirtschaft aussehen, wie ein Leben ohne Übernutzung der Natur und ihrer Ressourcen? Diese Fragen standen im Zentrum der Auftaktveranstaltung des 8. Münchner Klimaherbstes, der unter der Leitfrage „Es reicht. Wie viel Haben braucht das Sein?“ in zahlreichen Veranstaltungen die Notwendigkeit und die Möglichkeiten eines genügsamen („suffizienten“) Lebensstils analysieren und ausloten wird.
 
Elmar Altvater ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der FU Berlin und u.a. Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac. Nach seinem Vortag wird Iska Schreglmann (BR) ein Gespräch moderieren. Gäste sind die Journalistin und Autorin Greta Taubert, die ein Jahr lang versucht hat, aus der westlichen Konsumkultur konsequent auszusteigen (beschrieben in ihrem Buch „Apokalypse Jetzt!“), und der politische Ökonom Johannes Schneeweiss vom Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V., das Anfang September in Leipzig mit großem Erfolg die „4. Degrowth-Konferenz für ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit“ mitveranstaltet hat. Musikalisch begleitet wird der Abend von Laye Mansa (art for green e.V.).

Der Abend wird in Kooperation mit Global Challenges Network (GCN) e.V., dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München sowie der Münchner Volkshochschule durchgeführt.


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