Die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle arbeiten derzeit vorwiegend im Homeoffice. Bitte senden Sie uns eine Mail, wir melden uns umgehend zurück.

Mit unserem Newsletter halten wir Sie auf dem Laufenden über die Aktivitäten der Umwelt-Akademie e.V. und ihrer Kooperationspartner. Sie können hier den Newsletter abonnieren.

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

28.01.2021, 19:00 - 20:30 Uhr Online-Vortrag von Caroline Gebauer:
"JA zum Windkraft-Ausbau - Aber naturverträglich und in Bürgerhand!"


BUND Umwelt und Naturschutz e.V., Berlin
Leiterin Energie- und nationale Klimapolitik

Um die Folgen der Klimakrise einzudämmen und die biologische Vielfalt zu bewahren, ist der
schnellstmögliche Ausstieg aus fossilen Energien für Wärme, Strom und Mobilität unabdingbar.
Dazu ist für die künftige Energieversorgung der ökologisch verträgliche Ausbau der Erneuerbaren
Energien von zentraler Bedeutung – aber gleichzeitig eben auch die deutliche Reduzierung der CO2-
emittierenden Energieformen; was bei allen Erfolgen bei den Erneuerbaren der letzten Jahre
sträflich vernachlässigt wurde: Auch im Stromsektor sind trotz >53% Erneuerbare (1. HJ 2020) die
CO2-Emissionen nicht signifikant gesunken, u.a. weil Kapazitäten der Kohleverbrennung nicht
gesenkt wurden....
Gleichbleibende (!) Stromnachfrage unterstellt, strebt die Bundesregierung einen erneuerbaren
Stromanteil von 65% bis 2030 an. Schon dazu ist u.a. die Verdopplung (!) der Zahl der Windräder
onshore erforderlich, sagt das Umwelt-Bundesamt. Aber auch in Bayern herrscht Flaute: Durch
10H sind >90% der in Frage kommenden Flächen versperrt, 2020 wurden gerade noch drei Anlagen
neu errichtet. Und Bundesregierung und Bundesländer streiten, ob der Abstand
Windrad_Wohnbebauung nun „10H“, „1H“ oder vielleicht doch „gar kein H“ sein solle…, aus
Gründen der „Belastung von besorgten Bürgern“.
Faktisch werden jedoch 2/3 aller Klagen gegen Genehmigungen neuer Windanlagen nicht mit
Beeinträchtigung von Menschen, sondern mit Arten- und Naturschutz begründet – und sind damit
vielfach erfolgreich. Die Diskussion um den Windenergieausbau darf jedoch nicht auf Vögel und
Fledermäuse verkürzt werden, es gibt gewichtige Herausforderungen, die konsequent angegangen
werden müssen: Unzureichende Regionalplanung und fehlendes Personal in den
Vollzugsbehörden, kaum nachvollziehbare Restriktionen zur Flugsicherung oder das EEGAusschreibungsdesign,
fehlende Akteursvielfalt, zu geringe Mitbestimmung von Kommunen und
Anwohner*Innen, keine interessanten Bürgerbeteiligungsmodelle...
Wie der künftige Ausbau der Windenergie onshore verbessert werden kann und welche Ideen
insbesondere zur Stärkung der „Bürgerenergie vor Ort“ existieren, möchten wir gerne mit Ihnen
diskutieren. Dr. Helmut Paschlau, U&A
Wer? Caroline Gebauer
Leiterin Energie- und nationale Klimapolitik
BUND Umwelt und Naturschutz e.V., Berlin
https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/bilder/personen/caroline_gebauer_2019.jpg
Wann? Donnerstag, 28.01.2021, 19:00 - 20:30 Uhr
Wo? nur per Online: Anmeldung erforderlich unter:
https://bn-muenchen.de/events/windkraft-ja-aber-naturvertraeglich-und-in-buergerhand/
Zum Weiterlesen:
https://www.bund.net/ und https://bn-muenchen.de/
und insbesondere die Stellungnahme der Umweltverbände zum Ausbau der Windkraft:
https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/umweltorganisationen-fordernbeschleunigten-
naturvertraeglichen-ausbau-der-windenergie
Diese Veranstaltung ist Teil des Münchner Klimaherbst 2020/2021 „Welt wohin? – Reise in eine
bessere Zukunft“:
wir unterstützen:
Kurztext:
Wenn die Energiewende-Ziele der Bundesregierung real werden sollen, muss die Zahl der Windräder
verdoppelt werden. 2/3 aller Klagen gegen Windanlagen werden nicht mit Beeinträchtigung von
Menschen, sondern mit Arten- und Naturschutz begründet. Doch die Diskussion um die Windkraft darf
nicht auf Vögel und Fledermäuse verkürzt werden: Es geht um aktive Klimaschutz-Politik. Andererseits:
Dürftige Regionalplanung, fehlendes Personal in den Behörden, unrealistische Restriktionen zur
Flugsicherung, das EEG-Ausschreibungsdesign, zu geringe Mitbestimmung von Kommunen und
Anwohner*Innen, keine interessanten Bürgerbeteiligungsmodelle. Es geht um den künftigen Ausbau
der Windenergie onshore, um Ideen zur Stärkung der Bürgerenergie vor Ort.

Sie haben eine für Sie interessante Veranstaltung verpasst oder auf einer Veranstaltung wichtige Details nicht notiert? Kein Problem: Hier finden Sie die ausführliche Nachberichterstattung zu alle Veranstaltungen mit der Möglichkeit, die Präsentationen der Referenten sowie relevante Informationsbroschüren downzuloaden.

Die globale Modeindustrie ist mittlerweile nicht nur für 10% des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich, sondern auch eine der lukrativsten Industrien der Welt. Im Jahr 2017 generierte sie einen Umsatz von 2,12 Billionen Euro, produzierte über 1 Milliarde Kleidungsstücke und beschäftigt 60 Millionen (vorrangig weibliche) Mitarbeiter*innen in der globalen Herstellungskette.

Der größte Teil unserer Kleidung in Deutschland kommt aus dem Ausland. Die wichtigsten Exporteure sind China, Indien, Bangladesch und seit 2015 auch Äthiopien. Genäht werden die Kleidungsstücke in Fabrikhallen, in denen Arbeiter*innen unter ausbeuterischen und oft menschenunwürdigen Bedingungen 12–16 Stunden am Tag und sechs Tage die Woche tätig sind. Ihr Lohn deckt dennoch selten die Lebenshaltungskosten.

Die derzeitigen ökonomischen Modelle sind linear und beruhen auf großen Mengen von billigen, leicht zugänglichen Arbeits-, Material- und Energieressourcen. Die tatsächlichen Kosten der globalen ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen dieser Branche bilden sich in den Preisen der Kleidungsstücke jedoch nicht ab. Daraus erwächst die Herausforderung, ein Wirtschaftsmodell voranzutreiben, das nachhaltig ausgerichtet ist und die Ausbeutung der meist weiblichen Beschäftigten unterbindet.

Eine Überprüfung der gesamten Design-, Produktions- und Vertriebsprozesse und strategische Innovationen ist erforderlich, um nicht nur die Bedürfnisse der Verbraucher*innen, sondern auch neue Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln.

Durch Informationsveranstaltungen, ‘Round Tables’ mit Expert*innen sowie innovative Workshop-Formate fördert und trägt die Umwelt-Akademie e.V. zu diesen notwendigen Entwicklungen innerhalb der lokalen und globalen Modeindustrie bei.

Hier finden Sie unsere aktuellen Bücherempfehlungen: