Biodiversität und Stadtnatur erleben: Workshops an der Klenze-Grundschule
Im April fand an der Klenze-Grundschule in München eine dreiteilige Workshop-Reihe zum Thema „Biodiversität und Natur in der Stadt“ statt. Ziel war es, Kindern der 2. Jahrgangsstufe spielerisch, kreativ und mit vielen sinnlichen Eindrücken einen Zugang zur Vielfalt urbaner Natur zu ermöglichen.
Witterungsbedingt fanden alle Workshop-Nachmittage nicht draußen, sondern in der Aula der Schule statt – an Intensität und Begeisterung mangelte es dennoch nicht.
Der Auftakt stand unter dem Motto „Natur entdecken“: In Gruppen und im Rotationsprinzip lösten die Kinder ein thematisch abgestimmtes Detektiv-Quiz. Dabei begegneten sie u. a. dem Gundermann, lernten die Unterscheidungsmerkmale von Fichte und Tanne kennen und machten sich mit typischen Frühlingspflanzen vertraut – darunter das Gänseblümchen mit seinen Röhren- und Zungenblüten sowie einer heimischen Wurzel mit einem überraschend weihnachtlichen Aroma.
Der zweite Termin war dem künstlerischen Arbeiten mit Naturmaterialien gewidmet. Die Kinder gestalteten Aquarelle, bemalten Zementfiguren mit Pflanzenfarben aus Zwiebel- oder Rotkohlwasser und experimentierten mit Natural Dye-Verfahren – etwa durch das Bedrucken von Karten mit selbst gesammelten Blättern oder das Einfärben von Stoffen mithilfe von Schwarztee und Sojamilch.
Zum Abschluss drehte sich alles um essbare Pflanzen und handwerkliche Fertigung. Es wurden unter anderem Hustenkräuter-Bonbons, Knetseifen und Gewürzsalze hergestellt – jeweils unter Verwendung natürlicher Zutaten. Eine weitere Workshop-Station rundete das Programm ab: Wer mochte, konnte Schmuck aus frischen Holunderästen mit Gemüseschälern „schnitzen“.
Trotz kleiner Zwischenfälle (ein Schnitt, eine stark beanspruchte Aula) überwiegt das Fazit: Der Aufwand für Organisation, Materialien und Betreuung ist erheblich – der Mehrwert für die Kinder jedoch ebenso. Denn Gelegenheiten, die eigene Umwelt auf diese Weise zu erfahren, sind selten geworden.
Herzlichen Dank an unsere Referentin, Nadine Seidl, für die Ausarbeitung und Durchführung