Veranstaltungen Ausblick

Ob Vortragsveranstaltung, Podiumsdiskussion, Exkursion, Filmvorstellung, Round-Table- oder  Kamin-Gespräch: Hier informieren wir Sie aktuell über die kommenden Veranstaltungen zu allen Themenschwerpunkten.

Zur AStA TUM „Ringvorlesung Umwelt“

lädt Die Umwelt-Akademie e.V. , Klimaherbst 2019, Friday-For-Future, München, BN Bayern, München, Münchner Forum Nachhaltigkeit (MFN), Green City eV, Münchner Volkshochschule (MVHS) und das Forum Öko-Soziale Marktwirtschaft (FÖS)  gerne ein.

Mittwoch, den 23. Oktober 2019 (19:30UHr)

Referent: Prof. Dr. Volker Quaschning, Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Berlin

Ort:
TUM, Hörsaal

„Die Idee des Klimawandels ist von den Chinesen erfunden, um der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in den USA zu schaden“ (Donald Trump, 2012). Doch da hilft kein Populismus: Der Klimawandel ist real. Nicht: „morgen“, nicht: „nur da unten im Süden“.
Die steigenden globalen Durchschnittstemperaturen lassen befürchten, dass das politische Ziel von Paris (2015) nach Begrenzung der Erderhitzung auf maximal +1,5o C gegenüber vorindustrieller Zeit nicht mehr erreichbar ist; das „CO2-Budget“ dafür wird bis 2040 verbraucht sein, „übermorgen“ also: Extremwetterereignisse weltweit zunehmend, Dürreschäden auch in Deutschland, Hochwässer in Europa, Anstiege der Meeresspiegel überraschend stark, Gletscherschmelzen und andere Kipping-points, ungezählte Klimaflüchtlinge, Kriege um Wasser und Nahrung… Der Vergleich zu Titanic liegt nahe.
Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein heftiges Handlungsdefizit. Insbesondere auch in Deutschland: Die CO2- Emissionen sind auf gleichem niedrigen Trend wie die in den USA:
https://www.solarinitiativen.de/jahrestagung_2019_rosenheim  

    
                                              
Der finale Kohleausstieg in Deutschland: Zu zaghaft, zu spät. 100% Strom und Wärme nur noch aus erneuerbaren Energien bis 2040 unrealistisch. Vorschläge der Verkehrskommission zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich völlig unzureichend („entgegen jedem gesunden Menschenverstand“). Abschied von Benzin- und Dieselmotor bis 2025, E- oder Wasserstoffmobilität für alle – in den Sternen. Beschleunigung der Energieeinsparung durch Wärmedämmung, Umbau der Ölheizungen im Bestand – Fehlanzeige. Beiträge von Landwirtschaft und Konsumwirtschaft undefiniert. Investitionen in energiearme Zukunftstechnologien: Kein Thema. „Klimakabinett“ und Klima-Gesetz: Polit-Folklore. CO2-Abgabe ohne Zusatzbelastungen, wie in anderen Ländern – nicht mit dieser GroKo. Vollständiger Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas und EE-Elektrifizierung für alle Sektoren bis 2040… ???

Die junge Generation hat das Problem verstanden. Ja, es gibt Handlungsmöglichkeiten, vergleichbar den Anstrengungen zur ersten Mondlandung. Zu allererst ist die Politik gefragt, klare Rahmenbedingungen für einen Ausstieg aus der fossilen Wirtschaft zu definieren und auch gegen Lobby-Interessen durchzusetzen. Aber auch der_die Einzelne ist gefragt, Suffizienz ist das Stichwort – jede(r) kann seinen Beitrag leisten.
Das wird Prof. Quaschning deutlich darstellen, mit uns diskutieren und von uns konkretes Handeln fordern.

 

 

 Einladung  zur  politischen  Podiumsdiskussion  in Kooperation mit     

Donnerstag, 17. Oktober 2019
19:00 Uhr

Wer?     Die umwelt- bzw. energiepolitischen Sprecher*innen der Parteien im Münchner Stadtrat:Sebastian Schall, CSU; Jens Röver,  SPD; Sabine Krieger, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN; Tobias Ruff, ÖDP

Wo?                  Münchner Volkshochschule, Einsteinstr. 28, Großer Saal (ÖPNV Max-Weber-Platz)

 

Mit dem völkerrechtlich verbindlichen Klima-Abkommen von Paris 2015 bekennt sich die internationale Staatengemeinschaft dazu, die Erderwärmung auf unter +2o C gegenüber vorindustriellen Werten zu reduzieren; angestrebt wird eine Begrenzung auf maximal +1,5o C. Das Fachgutachten des Öko-Institut (Freiburg) vom Juli 2017 „Klimaschutzziele und -strategie München 2050“ hat aufgezeigt, was das für München bedeutet: Von heute etwa 6-7 Tonnen CO2 pro Person und Jahr (energetisch!) sollen diese CO2-Emissionen bis 2030 auf 3 t CO2 und bis 2050 auf 0,3 t CO2 / P*a abgesenkt werden. So hat es der Stadtrat München am 27. September 2017 beschlossen.

 

Nun sind wir alle gefragt: Die Konsument*innen, Hochschulen, produzierende Industrie, Religionsgemeinschaften, Bauwirtschaft, Schüler*innen, die Verwaltung der Stadt selbst, Klima-Initiativen… Und, nach der wichtigsten CO2-Emissionsquelle, der Wärmeerzeugung, vor allem der private und öffentliche Verkehr; dessen Emissionen sind in den letzten 30 Jahren nicht zurückgegangen.

 

Wie jedes Jahr wollen wir die verantwortlichen Vertreter*innen Ihrer Parteien befragen und kräftig mit ihnen diskutieren, wie die Minderungsziele hin zu einem „klimaneutralen München“ paket- und schrittweise konkret erreicht werden sollen (denn schon 2030 sollen die heutigen 6 t CO2 / P*a  halbiert sein). Und zwar nicht allgemein über „Verkehrspolitik in München“, sondern – in Anlehnung an den städtischen „Klimaschutzaktionsplan“ – für den Sektor „Klimawandel und Mobilität“.

 
Zunächst werden vier fachkundige Mentor*innen die Politiker*innen befragen:

  • Wird der neue Verkehrswegeplan wirklich klimaneutral?
    (Helmut Schmidt, Die Umwelt-Akademie eV, München)
  • Wo kommt all der Ökostrom für die vielen E-Mobile her?
    (Dr. Andreas Horn, Solardoktor.de, Ismaning)
  • Wird die aktive Mobilität, also Fuß- und Radverkehr, ein wichtiger Baustein der CO2-Minderungs-Antworten sein?    (Andreas Schuster, Green City e.V., München)
  • Welche „Bilder“ für klimaneutrale Mobilität brauchen wir?
    (Dr. Florian Kutzner, Sozialpsychologe, decision-context, Heidelberg)

Anschließend Fragen aus dem Publikum und Diskussion.

Diese Veranstaltung steht im engen Zusammenhang mit den Klimaherbst-Veranstaltungen
am 10.10.2019 „Verkehrssektor im Wandel: Mit Wasserstoff und Brennstoffzelle!“
am 23.10.2019 „„Deutsche Klimapolitik nicht besser als bei Trump: Dringender Appell zum Handeln!“
und am 29.10.2019 „Wie künftig tanken? Mit Windstrom an E-Tankstellen – wie sonst??“.
Zum Weiterlesen empfehlen wir: https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Gesundheit-und-Umwelt/Klimaschutz_und_Energie/Klimaneutralitaet.html

 

   

Einladung Vortrag in Kooperation mit      

 

 

Montag, 30. September 2019, 19:00 Uhr Einlass ab 18:30 Uhr

Wer?     Philipp Rode, Executive Director des Forschungszentrums 'LSE Cities' an der London School of Economics

Wo?      Münchner Volkshochschule, Einsteinstr. 28, Großer Saal (ÖPNV Max-Weber-Platz)

Philipp Rode, Executive Director des Forschungszentrums 'LSE Cities' an der London School of Economics, wird in seinem Vortrag über den Zusammenhang des räumlichen Gefüges einer Stadt mit der Herausbildung ihrer Mobilitätsmuster sprechen. Diese Wechselbeziehung ist vor allem in einer Zeit noch nie da gewesener urbaner Expansion von Bedeutung.

Er wird Ergebnisse seiner Forschung vorstellen, in der er so unterschiedliche Städte wie Berlin und Atlanta, Los Angeles und London oder Hong Kong und Mumbai vergleichend untersucht.

Wir freuen uns, auch ohne Voranmeldung, auf Ihr Kommen.