Die Umwelt-Akademie e.V. fördert Diskurs und Dialog um gesellschaftliche Konflikte und deren Lösung im Rahmen von acht Schwerpunktthemen:


Zusammengefasst haben wir unsere Schwerpunkte unter der Überschrift „Partizipation und Nachhaltige Lebensstile“. Diese Fokussierung ergibt aus den sich deutlich geänderten welt-politischen, welt-wirtschaftlichen und welt-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Grundlage unseres Handelns sind u.a. der Bericht des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderung (WBGU) „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ und der Bericht der Ethik-Kommission Sichere Energieversorgung „Deutschlands Energiewende – Ein Gemeinschaftswerk der Zukunft“. Beide Ansätze haben eines gemeinsam: Transnationale Organisationen, die EU, die Bundesregierung, die Bundesländer, die Wirtschaft, Verbände und zivilgesellschaftliche Organisationen müssen Rahmen setzen und Anreize zu konkreten Verhaltensänderungen auf allen Ebenen bieten, Vorbilder liefern.

Es gilt, in allen Lebensbereichen zu agieren!

Doch seit „COP21“ hat sich Wesentliches geändert: Die Mächtigen der Welt haben wohl mehrheitlich erkannt, dass die Menschheit nicht so weitermachen kann, wie es der westliche Lebensstil vormacht. Seit 2015 hat sich vieles verdichtet:

  • Die G7-Staaten haben sich im Juli 2015 in Elmau verpflichtet, bis 2100 die Gesellschaften vollständig zu „dekarbonisieren“, bis 2050 zu -80%.
  • Die Gesellschaft diskutiert über post-fossiles, „grünes“, „qualitatives“ Wachstum.
  • China und USA haben im Sommer 2015 in Sachen Klimawandel vereinbart, auf die die Klimaverhandlungen behindernden Ping-Pong-Spiele „wenn Du nicht, dann ich auch nicht“ verzichten zu wollen; es deutet sich an, dass die international zugesagten 100 Mrd. US-Dollar/Jahr zur Ermöglichung der Klimaanpassung für die Entwicklungs- und Schwellenländer als „Abarbeitung“ der „historischen Schuld“ der CO2-Emissionen seit 1881 zusammenkommen.
  • Papst Franziskus hat in unzweideutiger Weise zur Umkehr aufgerufen, vor allem vor dem Hintergrund der globalen Gerechtigkeit (Laudato Si).
  • Die EU hat gesetzlich klare CO2-Minderungsziele gesetzt; und angekündigt, ab 2020 den CO2-Emissionsrechtehandel deutlich zu verschärfen.
  • Die Bundesregierung beabsichtigt offensichtlich, die von ihr gesetzten CO2-Minderungsziele auch durchzusetzen.
  • In Deutschland sind nach dem Beschluss der UN vom 26.09.2015 zu den SDG, den Sustainable Development Goals, alle Staaten und alle ihre Handlungsebenen gefragt, der Bund, die Länder, die Kommunen, die Wirtschaft, die Verbände, die NGOs, der/die Einzelne.
  • COP21: Im Dezember 2015 haben sich 195 Staaten in Paris auf einen globalen Klimavertrag geeinigt, um die Folgen des globalen Klimawandels zu begrenzen. Zu den Erfolgen des Abkommens zählt die völkerrechtlich verbindliche Zielsetzung, die globale Erwärmung auf „deutlich unter 2 Grad“ zu begrenzen und Anstrengungen für eine Begrenzung auf 1,5 Grad zu unternehmen; sowie die Verpflichtung der Staaten, ihre Klimaschutzziele national umzusetzen und alle fünf Jahre neue Ziele zu vereinbaren.
  • In München hat ein Bürgerbegehren zum Ausstieg aus der Steinkohle im – für München wichtigen – Heizkraftwerk Nord begonnen: Zugunsten der Ökonomie dürfen wir nicht länger unsere Atmosphäre als CO2-Deponie mißbrauchen!
  • Und wieder München: Jüngst hat das Bündnis Nachhaltigkeit Bayern (BNB), dem auch Die Umwelt-Akademie e.V. angehört, in einem öffentlichen Brief an Oberbürgermeister Reiter, alle Berufsmäßigen Stadträte und die Fraktionen im Münchner Rathaus eine referatsübergreifende und partizipative Erarbeitung einer „lokalen Nachhaltigkeitsstrategie“ gefordert: Klicken Sie hier

Jeder einzelne Punkt verdeutlicht: Wesentliche Fortschritte kann es nur geben, wenn wir uns unter Einbeziehung der gesamten Gesellschaft (Partizipation!) von unserem westlichen Wirtschafts- und Konsummodell verabschieden und nachhaltigere Lebensstile! etablieren: Global nicht auf Kosten unserer Enkel.

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