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Vortragsabend im Rahmen des Münchner Klimaherbstes
am 20. Oktober 2010, 19.30 Uhr, im IBZ

 

Referenten: Silke Riedel, Head of imug Investment Research, imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen mbH,
Thomas Goldfuß, Leiter Vermögensmanagement, GLS Bank

 

Moderation: Christoph Schwingenstein, Vorstand Die Umwelt-Akademie e.V. 

In den letzten zwei Jahren hat sich im Bereich der Aktionärsdemokratie in Europa und auch in Deutschland einiges getan. Immer mehr Investoren fragen nicht nur nach Dividende, Umsätzen und Managergehältern, sondern wollen ihre Rechte als Aktionäre auch für die Umsetzung einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Wirtschaftsweise einsetzen. „Engagement“ ist das Stichwort. Noch sind in Deutschland nur zarte Pflänzchen zu erkennen, was zum einen an allgemein geringen Aktienquote bei deutschen Investoren und zum anderen an einem besonderen Verhältnis zu Aktien liegt. Gleichwohl hat zum Beispiel die Deutsche Bischofskonferenz in einer kürzlich erschienenen Studie explizit zum aktiven Aktionärstum aufgerufen.  

Silke Riedel und Thomas Goldfuss gaben einen Überblick über Aktionärsdemokratie im Themenfeld des Nachhaltigen Investments:
-       Aktives Aktionärstum: Möglichkeiten und Grenzen der Einflussnahme
-       Konkrete Beispiele für Engagement in Europa
-       Organisationsformen für aktive Aktionäre

Kamingespräch am 27. Oktober 2009
im Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ),

 

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Referenten:

Prof. Dr. Henry Schäfer ist Inhaber des Lehrstuhls „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzwirtschaft“ des Betriebswirtschaftlichen Instituts der Universität Stuttgart. Vor seiner Hochschultätigkeit war er in leitenden Funktionen als Senior Financial Consultant in einer internationalen Beratungsgesellschaft für Unternehmensfusionen und in deutschen Großbanken tätig. Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Schäfer liegen im Bereich der Bewertung von Investitionsobjekten und -programmen vor allem unter Berücksichtigung von Unsicherheit, Risiko und nicht-finanziellen Parametern, der ökonomischen Analyse von Netzwerken, der Finanzierung von Start Up- und mittelständischen Unternehmen und der Analyse sowie dem Management von Commodities.  Eine besondere Bedeutung hat der Forschungsbereich „Sustainability & Finance“. 

Stefan Knüppel
arbeitete nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal zunächst im mittelständischen Betrieb seiner Familie. Ab 1995 war er für die EK Service Group in Bielefeld tätig und machte dort eine Karriere als
Topmanager - zuletzt war er Vorstandsmitglied. Diese Stellung gab er im Juni 2004 auf und bereiste mit seiner Familie für ein halbes Jahr Südostasien. Nach seiner Rückkehr übernahm er im Mai 2005 die Leitung bei Opportunity International Deutschland


Prof. Dr. Henry Schäfer
legte seinen Schwerpunkt auf das Verständnis von Mikrofinanz, insbesondere Mikrokredit als Anlageklasse. Aus dem großen Spektrum der nachhaltigen Geldanlagen gewinnen in jüngster Zeit insbesondere Mikrofinanz-Anlageprodukte die Aufmerksamkeit von privaten und institutionellen Anlegern. Mikrofinanz ermöglicht diesen vorwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern anzutreffenden Bevölkerungsschichten den Zugang zum offiziellen Finanzsektor und versetzt sie in die Lage, sich wirtschaftlich und sozial besser zu stellen. Auf Grund der stark steigenden Nachfrage erfolgt die Kapitalbeschaffung für die Mikrofinanz-Institute (MFI) vermehrt durch Refinanzierungsquellen aus den Finanzmärkten, beispielsweise durch sogenannte Mikrofinanz Investment Vehikel (MIV). Anlagen in Form von Mikrofinanz Investmentfonds stehen hierzu im Vordergrund. Prof. Schäfer legte dar, inwiefern das duale Renditeprofil von Mikrofinanz-Anlageprodukten für viele Investoren zunehmend von Interesse ist.
 
Stefan Knüppel
stellte die Zielgruppen dar, die durch Mikrofinanzarbeit im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit erreicht werden können und sollten. Im Vordergrund standen folgende Fragen: Wo sind die Grenzen kommerzieller Mikrofinanzierung? Was leistet gemeinnützige Mikrofinanzierung? Dabei beleuchtet er die Wirkungsweisen der Mikrofinanzarbeit und verdeutlicht den transformatorischen Ansatz von Opportunity International, der besonders auf Nachhaltigkeit abgestellt ist. Davon ausgehend diskutierte Herr Knüppel die Frage, wie groß die globalen Potentiale für Mikrokredite, Mikroversicherungen und das Mikrosparen für die Überwindung von Armut sind.

am 15. Juli 2009, 19.00 Uhr, Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ),
Amalienstr. 38, 80799 München
(U-Bahn Linie U3 oder U6 Richtung Olympiazentrum bzw. Garching-Hochbrück, Haltestelle Universität)

Es diskutieren:
Rolf D. Häßler – oekom  research AG, München
Dirk Reinhard – Münchener-Rück-Stiftung, München
Silke Riedel – imug Beratungsgesellschaft mbH, Hannover
Georg Schweisfurth – Ethik-Komitee INVERA, Zürich
Axel Wilhelm – Sustainalytics GmbH, Frankfurt


Moderation:
Dr. Christoph Schwingenstein – Vorstand, Die Umwelt-Akademie
Christoph Flad – Referat Finanzen, Evangelisch Lutherische Landeskirche in Bayern

Unter Rating verstehen wir in der Welt der Finanzen die Beurteilung und Bewertung von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und ganzen Staaten durch unabhängige Institutionen. Diese sind in der Regel international aktiv.  

Das konventionelle Rating beurteilt lediglich die rein ökonomischen Faktoren und vergibt dementsprechende Noten.

Das ethisch-ökologische Rating  - häufig auch als Nachhaltigkeits-Rating bezeichnet - greift weit darüber hinaus und bezieht – wie der Name sagt – ethische, soziale, allgemein gesellschaftliche und ökologische Faktoren in die Beurteilung mit ein.  
Wie beim rein ökonomischen Rating werden die Untersuchungen sowohl im Hinblick auf Aktien wie auch auf Anleihen und andere mögliche Anlageformen durchgeführt.

Diese neue und umfassendere Form der Beurteilung wird bei dem Diskussionsabend unter den verschiedensten Aspekten erörtert , wie zum Beispiel:

  • Wie  beurteilt man die Qualität des Ratings  in Bezug auf die Quellen für das Untersuchungsmaterial? Kommen die Informationen  z.B. nur von den Unternehmen selbst oder werden auch unabhängige Quellen benützt?
  • Sind die Untersuchungen von Staaten tatsächlich relevant oder können sie die große Vielfalt eines ganzen Landes nicht angemessen wiedergeben?
  • Wird das Nachhaltigkeits-Rating in Zukunft fester Bestandteil auch des herkömmlichen Ratings sein und mit diesem sozusagen fusionieren?

 

 

Wohin mit dem Geld? Diese Frage stellt sich in der derzeitigen Finanzkrise auf ganz neue Weise - für viele Privatpersonen, aber zunehmend auch für viele Institutionen mit ethischem Anspruch.

Gefragt ist „Rendite ohne Reue“ oder „Gewinne mit gutem Gewissen“. Dies versprechen seit Jahren Geldanlagen, die in natur- und sozialverträgliche Produkte und Unternehmen investieren. Nachhaltiges Investment ist längst kein Nischenmarkt mehr. Allein in Europa sind schon jetzt gut 2,6 Billionen Euro unter Berücksichtigung ethischer und ökologischer Kriterien angelegt – Tendenz steigend.

Dies ist Anlass für eine gemeinsame Themeninitiative von Schweisfurth-Stiftung, Umwelt-Akademie e.V.  Dieund dem Münchner Form Nachhaltigkeit, um mit einer Reihe von Veranstaltungen neue Impulse für ökologisch-soziales Investment zu geben.

Folgende Veranstaltungen sind bereits gelaufen:

Produktwelt „Grünes Geld“    
Nachhaltiges Investment – Blaupause für einen Neuanfang in der Finanzkrise?  
 
Sabine Pex (HVB) - Rolf Häßler (oekom research) -  Dr. Claus Meier (Evangelische  Landeskirche Bayern) - Werner Hedrich (Morningstar)
18. Februar 2009 - 19 Uhr - HVB-Forum    
Veranstalter: Münchner Forum Nachhaltigkeit

Soziales Investment    
Kapital für soziale und ökologische Projekte

Peter Spiegel (Genisis Institute for Social Business) - Dr. Erwin Stahl (BonVenture Management GmbH)
28. April 2009 - 19 Uhr  - Schweisfurth-Stiftung
Veranstalter: Schweisfurth-Stiftung

Bio Kapital
Die Versöhnung von Ökonomie, Natur  und Menschlichkeit    
Dr. Andreas Weber
25. Mai 2009 - 19 Uhr - Schweisfurth-Stiftung
Veranstalter: Münchner Forum Nachhaltigkeit

 

 

Vortrags- und Diskussionsabend am 18. Februar 2009, in der HypoVereinsbank München
 

Als Kooperationspartner des MÜNCHNER FORUM NACHHALTIGKEIT ist die Umwelt-Akademie Mitveranstalter der im Laufe dieses Jahres durchgeführten Veranstaltungsreihe „Wohin mit dem Geld? Impulse für ökologisch-soziales Investment“, die zahlreiche Themenbereiche  wie etwa "Rating", "Social Investment", "Biokapital", "Mikrokredite" usw. beleuchten wird.  
 
Die Auftaktveranstaltung bildete:

Vortrags- und Diskussionsabend „Nachhaltiges Investment - Blaupause für einen Neuanfang in der Finanzkrise?“

Die derzeitige Finanzkrise stellt vieles in Frage: die Rolle der Banken, die Aufgabe des Staates, aber auch unser aller Umgang mit Geld. Fragwürdig geworden sind vor allem die oftmals überzogenen Erwartungen privater wie institutioneller Anleger an die Vermehrung ihres Kapitals. Entsprechend groß ist die Enttäuschung und auch Ratlosigkeit, seitdem das Kartenhaus aus faulen Krediten, „Leerverkäufen“ und anderen riskanten Spekulationen zusammengebrochen ist und die Börsenkurse offenbar nur noch eine Richtung kennen: nach unten.

„Rendite ohne Reue“ – „Gewinne mit gutem Gewissen“: Das versprechen seit Jahren Geldanlagen, die in natur- und sozialverträgliche Produkte und Unternehmen investieren. Nachhaltiges Investment ist längst kein Nischenmarkt mehr. Allein in Europa sind gut 2,6 Billionen Euro unter Berücksichtigung ethischer und ökologischer Kriterien angelegt – Tendenz steigend. Auch wenn die Krise der letzten Monate die Ethik- und Ökofonds kaum weniger verschont hat als die konventionellen: Der einsetzende Klimawandel, knapper werdende Ressourcen, zunehmende soziale Verwerfungen im Zuge einer ungebremsten Globalisierung führen dazu, dass ökologische wie sozial verantwortbare Investitionen an Bedeutung gewinnen.

Wie hat sich der Markt für ein nachhaltiges Investment in den letzten Jahren entwickelt? Was sind die Beweggründe für Privatpersonen und institutionelle Anleger wie Kirchen oder Stiftungen, ihr Vermögen in Nachhaltigkeitsfonds zu investieren? Nach welchen Kriterien werden solche Fonds zusammengesetzt? Was bedeutet „Nachhaltigkeit“ konkret für die Auswahl und das Rating von Unternehmen? Sind nachhaltige Anlageformen – etwa im Hinblick auf die Transparenz ihres Investments – ein Vorbild für die anstehende Neuordnung des Finanzsystems? Oder ist „Nachhaltigkeit“ nur ein scheinheiliges Marketinginstrument, mit dem Banken und Fondsgesellschaften gutmeinende Anleger ködern?

Zu diesen und weiteren Fragen referierten und diskutierten:
 
•  Sabine Pex, stellv. Abteilungsdirektorin Nachhaltige Investments
   in der HypoVereinsbank / UniCredit Group
•  Rolf D. Häßler, Director Business Development bei der
   Rating-Agentur oekom research AG
•  Oberkirchenrat Dr. Claus Meier, Leiter der Abteilung „Finanzen"
    beim Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche
    in Bayern
•   Werner Hedrich, Director of Fund Research bei
    Morningstar Deutschland GmbH

Moderation: Dr. Manuel Schneider, Geschäftsführer oekom e.V.

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