Veranstaltungen - alle

Montag, 26. November 2012, 19:00 Uhr, Kaufmanns-Casino München,  Odeonsplatz 6

Mit:

  • Reinhold Windorfer, Senior Analyst, oekom research AG
  • Stefan Freytag, Vorstand Wilhelm v. Finck DFO AG

Moderation:  Dr. Christoph Schwingenstein

Immer mehr Unternehmen in Deutschland propagieren die Berücksichtigung sozialer, ethischer und ökologischer Aspekte als wesentlichen Bestandteil ihrer Firmenphilosophie – nicht zuletzt auch um Anleger zu motivieren, bei  ihnen zu investieren.

Aber viele Konzerne gelten bei ökologisch und ethisch motivierten Menschen, die ihr Vermögen in Unternehmen anlegen möchten, oft nicht als glaubwürdig genug - so zum Beispiel die Autobauer.

Sind die bestehenden Vorbehalte wirklich stichhaltig – oder spielen dabei auch eine Menge Vorurteile eine Rolle? Diesen Fragen gingen wir anhand des Beispiels "Autobranche" in unserer Veranstaltung nachgehen.

in Kooperation mit „Geld mit Sinn e.V.“

8. Dezember 2015

Referent: Mathias Winkler, Fachberater für nachhaltiges Investment, Mitglied in der Initiative „Ökofinanz21 e.V.“
Mathias Winkler ist gelernter Bankkaufmann. Seit 2005 arbeitet er als unabhängiger Finanzberater, seit 2010 als zertifizierter Fachberater für nachhaltiges Investment.

In seiner Präsentation stellte Mathias Winkler mehrere Möglichkeiten vor, wie man sich in der Region mit nachhaltigem Investment engagieren kann.

Im Bereich lokaler Währungen schilderte er das „Freigeld“ von Wörgl (Tirol) als erfolgreiches Modell aus den 1930er Jahren. Damit wurde in einer sehr kritischen Wirtschaftslage die soziale Situation in der Gemeinde Wörgl entscheidend verbessert und stabilisiert, solange, bis die Zentralregierung in Wien diese Initiative untersagte.
In unserer Gegend ist heute der „Chiemgauer“ die erfolgreichste Regionalwährung, gegründet von der Waldorfschule in Prien.  

Herr Winkler schilderte ferner einige neuere Genossenschaften wie die „Rewig“, die vorwiegend in der ökologischen Lebensmittelproduktion tätig ist. Die „Regionalwert AG“ ist in der Landwirtschaft aktiv.
In der Energieerzeugung betätigt sich die Münchner „Green City Energy AG“, die das Prater- Kraftwerk in der Isar erbaut hat, außerdem auch größere Photovoltaik-Anlagen. Green City ist eine Tochtergesellschaft des Münchner „Green City e.V“.

Genossenschaftliches Bauen und Wohnen erwähnte Mathias Winkler mit  einigen erfolgreichen  Münchner Beispielen.

In der Diskussion mit dem Publikum wurden u. a. auch Fragen nach den Risiken von Beteiligungen an solchen Unternehmungen erörtert. Hierbei fand vor allem der Vorzug der lokalen Nähe zu den Projekten Beachtung. „Was man persönlich  begutachten kann, läßt sich auch in den Risiken besser einschätzen.“
Dagegen sind Anlagen in fernen Ländern für den Laien oft nicht zu bewerten.

Christoph Schwingenstein

Präsentation Mathias Winkler: Klicken Sie hier

 

Eine humoristische Spurensuche mit Max Deml und Georg Bauernfeind

Donnerstag, 13. März 2014
19:30 Uhr
Theater Drehleier (www.theater-drehleier.de), Rosenheimer Str. 123, 81667 München

Die Umwelt Akademie lud ein, in dem wunderschönen Ambiente der Drehleiher einen geselligen Kabarettabend zu genießen. Es konnte mit einem leckeren Abendessen begonnen werden, um gestärkt in die zweimal 45- minütige Vorstellung mit Pause zu starten.

Der Kabarettist Georg Bauernfeind und der Finanzfachmann Max Deml begaben sich auf humoristische Spurensuche nach dem Börsensturz 2008, mitten in der Euroland-Krise – und vor dem nächsten Crash: Was macht das Geld, wenn es nicht arbeitet? Macht es dann Urlaub? Und wo? Zwischen Moneymakern und überforderten Erbschaftsantretern beleuchteten Deml und Bauernfeind  mit den 150 Gästen der Umwelt Akademie Wege und Irrwege der Finanzwelt. Der Liedermacher Georg Bauernfeind rundete die geistreichen schauspielerischen Darbietungen durch  humoristisch-musikalische Einlagen ab.

Bei einem gemütlichen Zusammensitzen nach der Vorstellung mit den Investoren von Green Value, Green City Energy AG und der GLS Bank klang der Abend aus.

 

Mittwoch, 28. März 2012, 19.00 Uhr, Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ), Amalienstr. 38, 80799 München
in Kooperation mit „Geld mit Sinn e.V."

Der Nachfrageboom im Goldmarkt scheint keine Grenzen zu kennen. Doch viele Anleger fragen sich auch, welchen sozialen und ökologischen Preis wir für die Förderung und den Handel mit Gold bezahlen. Der nachhaltige Investmentexperte Dr. Christoph Schwingenstein hat die Wertschöpfungskette des Goldes zurückverfolgt und die Nachhaltigkeit eines Geschäfts untersucht, das ebenso lukrativ wie schwer zugänglich ist. Im Rahmen des Vortragsabends erörterte Dr. Schwingenstein die wichtigsten Ergebnisse seiner Recherchen, wobei er insbesondere folgende Fragen beleuchtete:

  • Wie verhalten sich die Bergbaukonzerne?
  • Wie arbeitet der „wilde“ Bergbau?
  • Wie regulieren Regierungen den Bergbau?
  • Wie stark sind kriminelle und kriegerische Aktivitäten mit dem Goldabbau verbunden?
  • Wie verhalten sich die Abnehmer und Verarbeiter?
  • Wiie reagieren die privaten Käufer?
  • Welche Akteure bemühen sich um eine Begrenzung der negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen?

Das Thema ist vor allem deswegen so brisant, weil mit Gold außer den rein materiellen und finanziellen Aspekten auch große emotionale Werte verbunden sind. Der Trauring als Symbol der Ehe oder der Schmuck zur Hebung des Wertes einer Person sind von hoher Bedeutung. Auch im sakralen Bereich spielt Gold eine große Rolle, wie schon in den frühen Berichten der Bibel die Anbetung des goldenen Kalbes oder die Dekoration  von Kirchenausstattungen von der Antike bis heute.

Jedes Jahr kommen global ca. 4.000 Tonnen Gold in Umlauf. Davon werden ca. 2.500 im Bergbau neu gewonnen und ca. 1.500 Tonnen kommen aus vorhandenen Beständen. Hiervon werden für die Herstellung von Schmuck ca. 2.000 Tonnen verbraucht, für Barren und Münzen ca. 1.600 und für Industrie und Zahntechnik ca. 400.

Die ethisch-sozialen und ökologischen Probleme liegen in erster Linie beim heutigen Abbau von Gold im Bergbau.
87 % hiervon finden industriell statt, wo ca. 2,5 Millionen Menschen beschäftigt sind. 13 % werden in Kleinbetrieben von sogenannten informellen Kleinschürfern gewonnen. Hier sind bis zu 20 Millionen Menschen weltweit tätig.
Gold wird heute kaum mehr aus massiven Goldadern gewonnen, sondern durch auswaschen aus zermahlenem Mineralgestein mit Hilfe von hochgiftigen Substanzen wie Cyanit oder Quecksilber.

Die Umweltprobleme sind dabei offensichtlich:
Riesige Abraumhalden zerstören die Landschaft, die giftigen Substanzen werden oft nicht separiert und gelangen ins Wasser, in den Boden und in die Luft. Vor allem bei den Kleinschürfern fehlen jegliche Schutzmaßnahmen für die Beschäftigtem. Erkrankungen sind die Folge. Besonders geschädigt sind die Kinder. Beim industriellen Abbau kommt es zur Vertreibung der Bevölkerung, oft mit militärischer Gewalt. Organisierte Vertretungen der Arbeiter werden gewaltsam verhindert. Es gibt zerstörerische Auswirkungen auf das soziale Gefüge der ansässigen Bevölkerung.
Die NGO „No Dirty Gold Campaign“ bezeichnet den Goldabbau als eines der gefährlichsten

Unter diesen Gegebenheiten kann auf keinen Fall eine Anlage in Gold empfohlen werden. Auch vom direkten Erwerb von Gold oder Schmuck aus  Gold ist abzuraten.

Aus der Sicht der Anleger oder Konsumenten wäre es denkbar, in einen Dialog mit den Anbietern einzutreten. Bei der Bank kann man die Frage stellen, aus welcher Quelle z.B. die Goldbarren oder Münzen bezogen werden. Beim Juwelier kann die Herkunft des Materials erfragt werden.
Erste, noch zaghafte Ansätze zu einer Verbesserung der Situation sind erkennbar. So gibt es vereinzelt Juweliere, die Fair Trade Gold anbieten. Auch im industriellen Bergbau arbeiten die einschlägigen internationalen Vereinigungen auf Druck der neuesten US-amerikanischen Gesetzgebung und durch Initiativen von NGO’s, darunter solchen auch dem kirchlichen Bereich, an Standards zur Verbesserung der Zustände im Sozialen und ökologischen Bereich.  

Dr. Christoph Schwingenstein

Unsere Verasnstaltungen im Klimaherbst

Podiumsdiskussion

in Kooperation mit Geld macht Sinn e.V.
am Mittwoch, 12. Oktober 2011,  um 19.00 Uhr, Seidlvilla

 

Energie, Mobilität und Wohnraum für alle: Viel Geld muss fließen, damit unsere Städte die grüne Wende schaffen. Bürgerinnen und Bürger könnten in diesem Prozess gleich doppelt Einfluss nehmen: als kommunalpolitische Gestalter und als nachhaltige Anleger. Die unabhängige Initiative GELD mit Sinn e.V. und Die Umwelt-Akademie e.V. luden ein zu einem Gespräch über Bürgerbeteiligungen, sozio-ökologische Geldanlagen und Transparenz als Wegbereiter einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Mit einer kurzen Einführung in die Grundbegriffe der nachhaltigen Geldanlage und Teilnahme von Fachleuten aus der nachhaltigen Finanz- und Wirtschaftsszene.

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