25. Juni 2015

Referenten:
Joachim Schwanck und Werner Gruban, Referat für Gesundheit und Umwelt, Hauptabteilung Umwelt, SG Umweltplanung/Ressourcenschutz/Nachhaltigkeit und SG Nachhaltige Entwicklung/Umweltberichterstattung

„Was ist Nachhaltigkeit? Oft wird geantwortet: Ökologie, Ökonomie und Soziales müssten in Einklang gebracht werden. Diese „schwache“ Definition stammt von einer Enquete-Kommission des Dt. Bundestages; ist trotzdem falsch: Sie unterstellt, dass Naturvermögen und Sozial- und Finanzkapital austauschbar sind und dass als „nachhaltig“ gilt, wenn der Gesamtwert der drei Größen zunimmt; übersieht dabei aber, dass „verbrauchte“ Natur vielfach auch mit noch so viel Geld nicht wieder hergestellt werden kann.
Richtiger ist die „strikte“ Definition von „Nachhaltigkeit“, wie sie in der Urfassung 1987 von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen („Brundtland-Kommission“) beschrieben ist: „Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Und zwar global.

„Wie nachhaltig ist München?“. Wir, Die Umwelt-Akademie e.V. haben bekanntlich für alle Veranstaltungen aus unseren sechs Schwerpunkten und den Schulprojekten eine Hauptüberschrift: „Partizipation und nachhaltige Lebensstile“. Deshalb das Thema der Veranstaltung vom 25.06.2015 in unserer Reihe „Mutbürger für Energiewende!“, die wir seit 2011 in Kooperation mit der LHM, RGU durchführen.

„Auf dem Weg zu einem nachhaltigen München“ lautet das Eingangskapitel im „Nachhaltigkeitsbericht 2014“ der Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU). Eben: Auf dem Weg! Ziemlich am Anfang noch.

25 Indikatoren in den Nachhaltigkeitsdimensionen werden dort beschrieben und bewertet; Zustand und Tendenz; von „schlecht“ bis „sehr gut“. Darunter etwa der ökologische Fußabdruck, die CO2-Emissionen (Tendenz sehr gut ??), der Energieverbrauch, die Flächeninanspruchnahme, die Recyclingquote, das Kindergewicht, vorzeitige Sterblichkeit, der ökologische Landbau, Ausbildungschancen, Verkehrsunfälle, Bürgerschaftliches Engagement …

Drei ausführliche Kapital hat der Nachhaltigkeitsbericht: „Nachhaltige Entwicklung in München“, „Schlußfolgerungen und Anregungen“ sowie „Wissenschaftliche und nachhaltigkeitspolitische Grundlagen“. In letzterem werden z.B. die planetaren Grenzen (Klimawandel, peak oil, Rohstoffverknappung), schwache und strikte Nachhaltigkeitskriterien, der Rebound-Effekt etc. definiert und statt Wachstum des BIP Entwicklung in Richtung 2000-Watt-Gesellschaft präferiert. Was ist gutes Leben in München? Der Nachhaltigkeitsbericht versucht, dieses anhand des Regionalen Wohlfahrtsindexes München zu beschreiben.

Bei den Schlußfolgerungen steht die partizipative Demokratie, der (Bürger-) Dialog, die bürgerschaftliche Beteiligung und Verantwortung im Zentrum. Ohne Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist Nachhaltigkeit nicht zu haben.

Die Autoren des Berichts – Joachim Schwanck und Werner Gruban, Referat für Gesundheit und Umwelt, Hauptabteilung Umwelt, SG Umweltplanung/Ressourcenschutz/Nachhaltigkeit und SG Nachhaltige Entwicklung/Umweltberichterstattung – haben darüber referiert und mit uns diskutiert: Was nun zu tun wäre, etwa die Gründung eines „Nachhaltigkeitsrats“ oder „Zukunftsrats“, der das Thema nachhaltige Entwicklung in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft trägt.

Präsentation Joachim Schwanck: Klicken Sie hier

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