Veranstaltungsreihe: Mutbürger für Energiewende!

Politische Podiumsdiskussion von Die Umwelt-Akademie e.V. und Netzwerk Klimaherbst e.V. mit Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek

Mittwoch, 27. September 2017
18:00 bis 20:00 Uhr
Carl-Amery-Saal der Münchner Stadtbibliothek, Gasteig, Rosenheimer Str. 5

Podium: Die umweltpolitischen Sprecher der Parteien im Münchner Stadtrat: Sebastian Schall, CSU Jens Röver, SPD Sabine Krieger, GRÜNE

Mit dem bei der Klimaschutzkonferenz Ende 2015 in Paris beschlossenen Klima-Abkommen bekennt sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich zum Ziel, die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu reduzieren; sie will gar die Anstrengungen unternehmen, die globale Erwärmung auf <1,5 Grad zu begrenzen.

Mit dem Arbeitstitel „Klimaschutzziele und -strategie München 2050“ hat der Umweltausschuss der Landeshauptstadt München im Mai 2015 beim Öko-Institut (Freiburg) ein Fachgutachten beauftragt, mit dem der IST-Zustand des Klimaschutzes in München im Verhältnis zu den bislang gesetzten Klimazielen 2030 ermittelt und darauf aufbauend konkrete Vorschläge für neue Klimaziele und Klimaschutzmaßnahmen bis 2050 erarbeitet werden sollen.

Klimaneutrales München? Dieses Gutachten liegt nun vor; die Gremien des Stadtrates der LH München haben es im Juli 2017 zur Kenntnis genommen: Von heute etwa 6-7 Tonnen CO2 pro Person und Jahr (t CO2/P*a (energetisch)) sollen die CO2-Emission pro Kopf und Jahr bis 2050 auf rd. 0,3 t CO2/P*a abgesenkt werden: Das ist eine – in Anlehnung an die Klimaziele der Bundesregierung für Deutschland – angestrebte Reduzierung um 95%. Die umweltpolitischen Sprecher/innen von CSU, SPD und GRÜNEN im Münchner Rathaus werden uns erläutern, wie und mit welchen Maßnahmenpaketen diese – mehr als ehrgeizigen – Ziele konkret umgesetzt werden sollen. Dabei startet die Podiumsdiskussion mit Fragen von vier fachkundigen „Mentoren“ aus der Zivilgesellschaft zu folgenden Schwerpunkten:
o Stadtentwicklung
o Energie und Divestment
o Mobilität
o Ernährung und Konsum

Anschließend folgen Fragen aus Publikum und Mentorenrunde sowie Diskussion mit dem Publikum.

Diese Podiumsdiskussion steht im engen Zusammenhang mit der Vortragsveranstaltung am 14.09.2017, 19:00h, orange bar, Zirkus-Krone-Str. 10, V. Stock, in der vom Öko-Institut Freiburg, die Inhalte des Gutachtens zu den „Klimazielen München 2050“ vorgestellt werden.

30.11.2017
19:00 Uhr
Referat für Gesundheit und Umwelt, Bayerstr. 28, 1. Stock, Raum 1009, 80335 München (MVV Haltestelle Hauptbahnhof),


Referentin: Prof. Dr. Karen Pittel, Leiterin ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.

Grußwort: Stephanie Jacobs, Berufsmäßige Stadträtin, Referentin für Gesundheit und Umwelt (RGU) der Landeshauptstadt München

Wann immer es um Entscheidungen geht, die unter Knappheit zu treffen sind, versuchen Ökonomen die Kosten und Nutzen zu ermitteln, die mit diesen Entscheidungen einhergehen. Für einzelne Investitionsentscheidungen mag dies noch relativ unkompliziert sein; wenn es aber um Kosten und Nutzen des Klimaschutzes geht, wird diese Aufgabe um ein Vielfaches komplizierter.
 
Dieser Vortrag wird, nach einer kurzen Einführung zum aktuellen Stand globaler Klimapolitik und zu den Herausforderungen, die mit der Erreichung der 1.5°C-Grenze Erwärmung der Atmosphäre verbunden sind, einige der Schwierigkeiten vorstellen, die mit einer (globalen) monetären Bewertung von Klimaschutzanstrengungen verbunden sind. Diese Schwierigkeiten manifestieren sich nicht zuletzt in extrem unterschiedlichen Kosten- und Nutzenschätzungen, zu denen diese Bewertungsversuche führen. So geben Studien die Kosten, die mit der Emission einer Tonne CO2 verbunden sind, zwischen erstaunlichen 7 US$ und 2400 US$ an. Obwohl beide Werte Extremfälle darstellen, verdeutlichen sie doch sehr eindrucksvoll, in welchem Ausmaß volkswirtschaftliche Kostenschätzungen von unterschiedlichen Methoden und Annahmen abhängig sind.

Genug Stoff für internationale Klimaverhandlungen und ungezählte Forschungsprojekte weltweit. Zu fragen ist aber grundsätzlich auch, ob sich Klimaschutz – in ökonomischen Kategorien – „lohnen“ muss.

Ein anspruchsvoller Abend.
 





in Kooperation mit  

Donnerstag, 25. Januar 2018
19:00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm- Str. 24, 80331 München (Nähe Sendlinger Tor, U-Bahn) Klicken Sie hier

Referent: Prof. Dr. Harald Lesch, Ludwigs-Maximilian-Universität (Astrophysik), Hochschule für Philosophie (Naturphilosophie) 

„Klimaschutz ist ja schön und gut, aber wo bleibt mein Vorteil?“, „Alles halb so wild: Das werden künftige Techniken lösen“, „Du willst doch auf unser Wirtschaftswachstum nicht verzichten – das ist doch gut für mich“

Wo liegt die Kluft zwischen Sollen und Sein?

Bis 2050 muss die Erderwärmung auf +2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzt sein; gleichzeitig wollen dann ca. 9 Milliarden Menschen (unseren?) Wohlstand und Entwicklung haben. Das wird mit „Weiter-so“ nicht gehen, die Natur lässt nicht mit sich verhandeln. Die Antwort auf den Klimawandel kann nur eine nachhaltige Industrie-, Energie- und Klimapolitik (um nur einige Politikfelder anzusprechen) sein, die das Klima tatsächlich schützt, industrielle Innovationen fördert, eine langfristige, Umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung sichert und sozialen Fortschritt voranbringt.

Bruttoinlandsprodukt und dessen Wachstum machen nicht glücklich, zeigt die Glücksforschung; soziale Beziehungen sind im Leben von Menschen zentrale Elemente. Das grandiose Scheitern der Entkopplungsstrategie (Ressourcenverbrauch zu BIP) zeigt, dass es Anreize zur Milderung des Wachstumsimperativ geben muss, Stichwort: Postwachstumsökonomie. Denn Wachstum und Nachhaltigkeit – beides ist gleichzeitig nicht zu haben.

Brauchen wir, gibt es einen großen Zukunftsentwurf? Ist try-and-error, also ein step-by-step-Weg  erfolgsversprechender? Also Problemanalyse, Visions-Entwicklung, Experimente, Lernen & Ausweiten; Problemanalyse, Visions-Entwicklung, Experimente… Für den Prozess einer „großen Transformation“ bedarf es Bewußtseinsänderung in Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft. Change-Prozesse erzeugen Unsicherheiten und Ängste; es bedarf gezielter Strategien im Umgang mit unterschiedlichen Akteuren in der Ambivalenz zwischen Akzeptanz und Opposition: „Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt“ (Lao Tse). 

 

Auszeichnungen

Bayerische Klima-Allianz PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014 BNE-Auszeichnung www.landesstiftung.bayern.de

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