Veranstaltungsreihe: Mutbürger für Energiewende!

EU-Energielabel für Heizungsneuanlagen und Nationales Effizienzlabel für Heizungsanlagen

in Kooperation mit Innung Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik München (SHK) und Bauzentrum München (Referat für Gesundheit und Umwelt, Landeshauptstadt München)

Mittwoch 29.06.2016
19:00 Uhr
Green City Energy AG, Zirkus-Krone-Str. 10 (Eingang Georg-Schätzel-Straße/Hackerbrücke), 80335 München, Orangebar, 6. OG

Referenten:

  • Carsten Müller-Oehring, Zentralverband Sanitär Heizung Klima, Bereichsleiter Grundsatzfragen/Recht, Sankt Augustin
  • Akke Wilmes, Dipl. Ing. (Architekt) für ökologisches Bauen; Energieberatung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
  • In der Diskussion steht uns in technischen Fragen zusätzlich Heinrich Fischer, Vorstandsmitglied und stellv. Fachgruppenleiter Installateure und Heizungsbauer der SHK Innung München zur Verfügung.

„Uff; aber das geht mich ja gar nichts an“.

Falsch. Wird jeden Haushalt betreffen.

Die neue EU-Energieeinsparungsverordnung führt mit der bekannten Dreifarbenampel – nach Waschmaschinen, Kühlschränken, Staubsaugern – seit 26.09.2015 nun auch ein verpflichtendes Energieeffizienzlabel für neue Heiz- und Warmwasseranlagen ein. Und für alte Heizanlagen hat die Bundesregierung im August 2015 ergänzend die gesetzlichen Grundlagen zur Umsetzung des „nationalen Effizienzlabels für Heizungsanlagen“ beschlossen; sie gelten seit dem 01.01.2016.


Energiesparende Heiztechnik soll leichter erkennbar werden. Denn alte Anlagen verheizen nicht nur viel Primärenergie, sondern auch viel Geld. Von den die Klimaerwärmung vorantreibenden CO2-Emissionen ganz abgesehen. Der (fossile) Heizungskeller ist der „große Verhinderer“ der Energiewende! Das Durchschnittsalter der Heizgeräte in Deutschland liegt bei 17,6 Jahren; 70% davon dürften statt „A“ mühsam die neuen Effizienzklassen C, D oder E erreichen.
Bei Austausch oder Neuinstallation werden Heiz- und Warmwasserheizanlagen seit September 2015 mit dem Label versehen. Seit Januar 2016 können Altanlagen freiwillig ein Label bekommen. Ab 2017 wird das Label zur Pflicht, der Schornsteinfeger- oder Sanitär-Heizungsmeister wird das Label dann bei der Messung oder Wartung anbringen.  

Das betrifft Eigenheim‘ler (im Neubau oder Bestand), jede Wohnungsgesellschaft und jede Eigentümergemeinschaft – und damit auch jeden Mieter.
Auch wenn das Label grundsätzlich zu befürworten ist, gibt es auch Kritik. Z.B. weil bestimmte Heizungstypen systematisch bevorzugt werden, ohne daß sie tatsächlich energiereduzierender wären. Auch erhalten Solaranlagen kein eigenes Label und können so mit anderen Heizgeräten nicht direkt in Marketing-Konkurrenz treten; sie gelten nicht als Wärmeerzeuger, sondern als Effizienztechnologie. Ebenso ist zu beachten, daß über das Produktlabel nur die Qualität der technischen Geräte „am Prüfstand“ bewertet wird, bei Heizungen jedoch hat die Qualität von Planung und Einbau eine herausragende Bedeutung; deswegen können in der Praxis Geräte mit guten „Prüfstand-Werten“ durchaus unerwartet hohe Verbrauchswerte aufweisen.

Wir wollen uns fachmännisch aufklären lassen; in einem besonderen Format!

Auszeichnungen

PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014

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