Veranstaltungsreihe: Gesundheit und Eigenverantwortung

Dienstag, 16. Januar 2018
19.00 Uhr
im Café Sparda, Sparda-Bank München eG, Arnulfstraße 15, 80335 München
U-Bahn: Haltstelle „Hauptbahnhof“, Nordausgang; von dort fußläufig 10 Minuten; S-Bahn: Haltestelle „Hackerbrücke“, Ausgang Richtung ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof); von dort fußläufig 5 Minuten

Referent: Prof. Dr. med. Volkmar Nüssler, Geschäftsführender Koordinator des Tumorzentrums München (http://www.tumorzentrum-muenchen.de/patienten.html)

Essen und Bewegung sind die Blockbuster für ein langes, gesundes Leben. Auf dem Weg zur gesunden Ernährung begegnen uns aber zwei große Stolpersteine:  

Entscheidend ist erstens der Verzehr von ökologisch produziertem Gemüse, Obst, Getreide und von artgerecht-gehaltenen und -gefütterten Nutztieren. Beides gibt es, aber nicht an „jeder Ecke“.

Der zweite nicht minder schwierig zu überwindende Stolperstein ist das Kochen. Wer dieses wunderbare Handwerk nicht in seinen Grundsätzen beherrscht, wird es schwer haben, sich langfristig gesund zu ernähren.

Prof. Dr. med. Volkmar Nüssler sieht es als unabdingbare Grundlage für eine gesunde Ernährung, die Menschen wieder zum Kochen zu motivieren und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln zu fördern.

Vor allem für schwer erkrankte Menschen ist es wichtig, die Ernährung Ihren jeweiligen Bedürfnissen anzupassen. Prof. Nüssler wird  am Beispiel von Tumorerkrankungen erklären, welchen Einfluss unser Essverhalten auf Entstehung und Verlauf von Erkrankungen und allgemein auf ein erfülltes und gesundes Leben haben kann. Dabei geht es ihm auch um die Wertschätzung der Lebensmittel und der Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen.

Prof. Dr. Volkmar Nüssler hat gemeinsam mit dem Verein „Food & Health“ (http://www.food-and-health.org/de/) die Koch-App "HealthFood" für Tumor-Patienten entwickelt. Außerdem ist er Autor des Krebs-Kochbuches "Stark gegen Krebs. Wie Sie mit der richtigen Ernährung vorbeugen, die Heilung unterstützen und Kraft schöpfen. Präventives Essen gegen Krebs. Gerichte für die Gesundheit."




6. März  2018
19:00 Uhr
Café Sparda, Sparda-Bank München eG, Arnulfstraße 15, 80335 München, S-Bahn Haltestelle „Hackerbrücke“

Referent: Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Bundesgeschäftsführer

In Kooperation mit dem Bündnis für saubere Luft in München 

Luftverschmutzung ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Im Oktober 2017 veröffentlichte die EU-Kommission die Zahl der jährlichen Todesfälle durch Stickstoffdioxid: Mit 12.860 vorzeitigen Todesfällen sterben durch dieses Abgasgift – statistisch gesehen – jährlich viermal so viele Menschen wie durch Verkehrsunfälle. Der Verursacher ist längst bekannt: Der motorisierte Autoverkehr. Moderne Dieselmotoren erzeugen durch die höher Verdichtung und Verbrennungstemperatur mehr Stickoxide als 25 Jahre alte Euro-1-Diesel-Pkw.

Doch die Bundesregierung versäumt es – seit vielen Jahren und in bester Kenntnis der (technischen, ökologischen und gesundheitlichen) Zusammenhänge –, die deutschen Autohersteller in die Pflicht zu nehmen und wirkungsvolle technische Nachrüstungen anzuordnen; ja, auf europäischer Ebene verhindert sie  beständig schärfere Grenzwerte und Messverfahren. Im Gegenteil, auch strafrechtlich relevante Betrügereien der Chefs der Autokonzerne – siehe USA – werden durch Wegschauen von Aufsichtsbehörden und Politik belohnt.

Ausgerechnet München führt die Negativliste aller deutschen Städte mit Überschreitungen der Grenzwerte für Stickstoffdioxid an. An 260 Straßen im Stadtgebiet wird der Stockoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft regelmäßig überschritten – da hilft auch geschäftiges Aufstellen neuer Messröhrchen nichts. Grenzwerte, die seit dem 01. Januar 2010 gelten und damit (statistisch) rund 5.000 Münchner*innen das Leben gekostet haben!
Denn auch in München versagt die Politik: Eine dringend notwendige Verkehrswende zur deutlichen Reduktion des Autoverkehrs in der Stadt wird bis heute verhindert. Nun bleiben nur noch Fahrverbote, um die gesetzlichen Grenzwerte schnellstmöglich einzuhalten. Diese umzusetzen verweigert sich die Bayerische Staatsregierung – und wurde dafür rechtskräftig zur Zahlung von Zwangsgeldern verurteilt.
Wenige Tage vor unserer Veranstaltung, am 22.02.2018, wird das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig abschließend über die diversen Klagen in Sachen „Fahrtverbote in Städten“ geurteilt haben. Wir werden also hochaktuell informieren können. Unsere Prognose: Es geht nicht mehr um das „OB“, sondern nur noch um das „WIE“!“

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und ihr Geschäftsführer Jürgen Resch haben trotz massivster Gegenwehr (bis hin zu Daten-Einbruch und persönlicher Bedrohung) durch jahrelange Rechtsverfahren – ohne eine einzige Klage verloren zu haben! – den Stein für Luftreinhaltung in Deutschland ins Rollen gebracht.

Auszeichnungen

Bayerische Klima-Allianz PHINEO Wirkt Siegel http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/ Umweltbildung Bayern UN_Dekade_Offizielles Projekt_2014BNE-Auszeichnung www.landesstiftung.bayern.de

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