Dienstag, 11. Februar 2014
19.00 Uhr
Schweisfurth-Stiftung, Südliches Schlossrondell 1, 80638 München

Referent/in:

  • Dr. Fritz R. Glunk
  • Dr. Martha Mertens

Seit Juni 2013 verhandeln die Europäische Union und die USA über den Ausbau der bisher größten Freihandelszone der Welt – das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP).

Das Abkommen wird nahezu alle Lebensbereiche betreffen: von Landwirtschaft und Ernährung über Umweltschutz, Energieversorgung, Datenschutz, den Zugang zu Medikamenten bis hin zur öffentlichen Auftragsvergabe. Trotz dieser Tragweite werden die Verhandlungen bislang unter bewusstem Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Während sich die EU-Kommission im Einklang mit zahlreichen Wirtschaftsvertretern „langanhaltende Wachstumsimpulse“ für die europäische Wirtschaft verspricht und auch die deutsche Politik deutlich mehr Chancen als Risiken in der geplanten Liberalisierung der Märkte sieht, formiert sich vor allem in der Zivilgesellschaft der Widerstand.

Der Vortragsabend informeirte über die konkreten Verhandlungsziele und über die weitreichenden Folgen des geplanten Freihandelsabkommens.

Dr. Fritz R. Glunk ist Literaturwissenschaftler und Publizist und war 15 Jahre lang in der Auslandskulturpolitik tätig. Er hat sich in jüngster Zeit intensiv mit dem TTIP beschäftigt und u.a. einen vielbeachteten Gastbeitrag in der SZ verfasst.

Dr. Martha Mertens ist Biologin und u.a. Sprecherin des Arbeitskreises „Gentechnik“ beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).


 

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